Initiative Seebrücke: Regelmäßige Mahnwachen für Geflüchtete

Dresden (dpa/sn) - Die Initiative Seebrücke will künftig jeden zweiten Sonntag mit einer Mahnwache am Goldenen Reiter in Dresden an das Schicksal Geflüchteter erinnern. Am Freitag riefen die Organisatoren zum ersten Protest an diesem Sonntag auf. Das Stichwort für die Aktion heißt «Minus drei Grad». «Es ist die Temperatur, bei der geflüchtete Menschen im Lager Lipa in Bosnien ausharren müssen. Mit unserer Aktion möchten wir präsent halten, dass Menschen Hunger, Kälte, psychischer- und physischer Gewalt schutzlos ausgeliefert sind», hieß es. Alle Lager an Europas Außengrenzen müssten evakuiert werden.

«Als Seebrücke weisen wir immer wieder auf die Menschenrechtsverletzungen hin, die sich in den Hotspots der EU abspielen. Wir stehen mit Abstand und Maske dafür ein, dass unsere demokratischen Werte für alle Menschen gelten», erklärte Nicol Hänsch, Aktivistin der Initiative. Die Pandemie sei kein Grund, Menschenrechte geflüchteter Menschen auszusetzen: «Wir haben Platz, auch in Dresden. Es gibt keinen Grund, auf eine gesamteuropäische Lösung zu warten.»

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