Innenstaatssekretär: Unsägliches Ereignis beim Chemnitzer FC

Erfurt/Chemnitz (dpa) - Sachsens Innenstaatssekretär Günther Schneider hat die Trauerbekundung für einen toten rechtsextremen Fan des Chemnitzer FC verurteilt. Bei einer Sicherheitskonferenz mit den Innenministern von Sachsen-Anhalt und Thüringen in Erfurt sprach Schneider am Montag in Erfurt von einem «unsäglichen Ereignis». Es sei völlig inakzeptabel, dass ein Fußballclub ein solches Gedenken veranstalte. Es werde geprüft, ob es dabei strafrechtlich relevante Vorfälle gegeben habe. Sollte das der Fall sein, werde der Vorfall der Justiz übergeben.

Der Innenstaatssekretär forderte den Chemnitzer FC auf, sich mit seiner Rolle und seinem Selbstverständnis kritisch auseinander zu setzen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Hooliganszene, die es in Chemnitz gebe.

Der Fußballclub hat nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen unbekannt gestellt und personelle Konsequenzen nach der umstrittenen Trauerbekundung gezogen. Der Fußball-Regionalligist trennte sich laut einer Mitteilung mit sofortiger Wirkung von der Fanbeauftragten Peggy Schellenberger. Auch ein Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung sei freigestellt. Zudem soll der bisherige Stadionsprecher nicht mehr eingesetzt werden.

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3Kommentare
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  • 1
    3
    Tauchsieder
    12.03.2019

    Da hilft jetzt nur eins, da muss der Rotschopf wieder ran. Sofortiger Besuch dieser Stadt und politische Betroffenheit suggerieren.
    Ja wenn man den Naturschutz in Sachsen für sich als wirklichen Feind ausgemacht hat, dann fehlt einem der eigentliche Blick auf das Wesentliche. Da kann man nur noch das Füllhorn unter den Arm klemmen und über der Stadt finanzielle Wohltaten ausschütten, eben, um vom wesentlichen abzulenken.

  • 6
    3
    osgar
    11.03.2019

    Er hätte aber auch sinngemäß sagen können, wir haben angefangen bei Biedenkopf, die Szene bestehend aus Hooligans und/ oder Neonazis völlig falsch eingeschätzt. Wir werden das ändern und helfen denen, die wir damit bisher allein gelassen haben.
    Aber dazu reicht leider nicht.

  • 6
    0
    698236
    11.03.2019

    In der unübersichtlichen Lage wäre kein Kommentar besser gewesen!!!!!!!!!!!!!!!!.



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