Jelpke: Nicht vor rassistischem Mob in Chemnitz kapitulieren

Berlin (dpa) - CDU und AfD tragen nach Ansicht der Linke-Innenpolitikerin Ulla Jelpke Mitverantwortung für das aggressionsgeladene Klima in Chemnitz. «In Sachsen erleben wir ein widerwärtiges Konglomerat aus rechter Hetze aus der Union, die sich seit Jahren schützend vor den rassistischen Mob stellt, geistigen Brandstiftern von der AfD, einer von «besorgten Bürgern» durchdrungenen Polizei und militanten Neonazis auf der Straße», sagte Jelpke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Bundestagsabgeordnete sagte, sie hielte es für falsch, wegen der gewalttätigen Übergriffe auf Ausländer in Chemnitz jetzt keine Asylbewerber mehr in die sächsische Stadt zu schicken. «Es wäre eine Kapitulation vor dem rechtsextremen Mob, jetzt keine Schutzsuchenden mehr nach Chemnitz zu lassen.» Wer deshalb aber nicht dort hin will, sollte auch das Recht haben, einen anderen Wohnort zu wählen.

Auf einem Stadtfest in Chemnitz war am Wochenende ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet worden. Als Tatverdächtige gelten ein Syrer und ein Iraker. Am Sonntag zogen rechte Demonstranten durch die Stadt, von denen einige ausländische Passanten attackierten. Am Montagabend wurden bei neuen Protesten rechter und linker Demonstranten mindestens sechs Menschen verletzt.

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