Kindesmissbrauch-Prozess: Mutter wird Beihilfe vorgeworfen

Dresden (dpa) - Im Prozess gegen einen Sexualstraftäter aus Mecklenburg-Vorpommern haben die Väter zweier Mädchen als Zeugen ausgesagt. Nach ihren Angaben haben sie ihre Töchter nach einem Wochenende bei deren Mutter Anfang Oktober 2018 als vermisst gemeldet. Mehr als zwei Wochen lang sei jegliche Kontaktaufnahme mit der Frau gescheitert, berichteten sie am Freitag in Dresden vor Gericht. Ein einschlägig vorbestrafter Mann aus Malchow ist wegen schweren Kindesmissbrauchs angeklagt. Seiner Ex-Lebensgefährtin wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe vor in dem Fall, in dem es auch um Kindesentziehung geht.

Der vorbestrafte 34-Jährige soll über eine Dating-Plattform gezielt Kontakt zu alleinerziehenden Müttern aufgenommen haben, um sich an deren Töchtern zu vergehen. Er war Ende Oktober 2018 in Malchow gefasst worden.

Die Mutter aus Dresden nahm die Mädchen ohne Einverständnis der Väter mit auf die Tour nach Osteuropa. Ihr Freund hatte ihr «ein gutes Leben» und eine gemeinsame Zukunft in Dubai versprochen, wie eine Ermittlerin aussagte. Stattdessen missbrauchte er die Kleinkinder, unterstützt von deren Mutter. Seine Tochter habe beim Wiedersehen über Schmerzen beim Wasserlassen geklagt, sagte der Vater der Älteren. Er und der andere Vater waren nach Bukarest geflogen, um die Mädchen abzuholen.

In dem Verfahren geht es um insgesamt zehn Taten, drei Fälle davon betreffen eine Siebenjährige aus Chemnitz. Der Prozess wird am 29. Mai fortgesetzt.

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