Kirchenleitung beschäftigt sich mit «Causa Rentzing»

Dresden (dpa/sn) - Die Zukunft von Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing ist unklar. Am kommenden Montag wird die Kirchenleitung darüber beraten, wie es weitergeht und ob sie dessen Rücktrittsangebot annimmt. «Die Entscheidung ist formell offen», sagte der Präsident des Landeskirchenamtes, Hans-Peter Vollbach, der Deutschen Presse-Agentur.

Rentzing hatte nach Bekanntwerden seiner Mitgliedschaft in einer schlagenden Verbindung seit Studentenzeiten und öffentlicher Kritik am vergangenen Freitag erklärt, sein Amt zur Verfügung zu stellen, um «Schaden von meiner Kirche abzuwenden». Der 52-Jährige ist derzeit im Urlaub und damit formal weiter im Amt. Er kann laut Vollbach nur im Einvernehmen mit der Kirchenleitung ausscheiden.

Hintergrund der Rücktrittsankündigung sind unter anderem Texte Rentzings, die er als Student für die rechtskonservative Zeitschrift "Fragmente" geschrieben haben soll. Zudem soll er als ihr Mitherausgeber fungiert haben. Die Kirchenleitung stufte die ihr vorliegenden Texte am Sonntag als "elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich" ein. Sie seien "aus damaliger und aus heutiger Sicht unvertretbar". Der 52-jährige Rentzing steht seit vier Jahren an der Spitze der Evangelischen Landeskirche.

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