Kleine Tochter getötet: Mordprozess gegen Vater beginnt

Dresden (dpa/sn) - Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Dreijährigen in Dresden muss sich ihr Vater vor Gericht verantworten. Der Mordprozess gegen den 36-Jährigen, der aus Freiberg (Landkreis Mittelsachsen) stammt und in der Elbestadt lebt, beginnt heute (8.45 Uhr) am Dresdner Landgericht. Bis Mitte September sind fünf Verhandlungstage terminiert.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Gebäudereiniger seine kleine Tochter am 21. Januar «heimtückisch und aus niederen Beweggründen» getötet, als sie bei ihm zu Besuch war. Das Mädchen sei arg- und wehrlos gewesen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann damit seine von ihm getrennt lebende Ehefrau, die Mutter des Kindes, bestrafen wollte. Die leblose Dreijährige war noch am Tatabend von Polizisten in der Wohnung des Vaters im Plattenbauviertel Gorbitz gefunden worden, die er im November 2017 bezogen hatte.

Die Mutter hatte die Polizei alarmiert, als ihr Mann das Kind - anders als verabredet - nicht zu ihr zurückgebracht hatte. Der Vater war geflohen und nach Mitternacht nahe Nossen (Landkreis Meißen) schlafend in seinem Auto entdeckt worden. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...