Koalition will öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen

Dresden (dpa/sn) - Die schwarz-rote Koalition will den öffentlichen Nahverkehr in Sachsen über Verbundgrenzen hinweg attraktiver machen. Die Fraktionen verwiesen am Mittwoch im Sächsischen Landtag auf die zum 1. August 2019 geplante Einführung des Azubi-Tickets für 48 Euro pro Monat und des Schülertickets für monatlich zehn Euro. Zudem solle das Plus-Bus-Netz ausgebaut und enger mit dem Schienenverkehr verknüpft werden. Ein guter öffentlicher Nahverkehr sei eine zentrale Zukunftsfrage des Landes, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Andreas Nowak. Das Verkehrsthema kam auf Antrag der schwarz-roten Koalition auf die Tagesordnung.

Die Linke kritisierte hingegen, dass in mehr als vier Jahren Regierungszeit kaum etwas im Nahverkehr passiert sei. So gebe es bis heute keinen einheitlichen Sachsentarif. Das geplante Schülerticket geht den Linken zudem nicht weit genug. Es gelte täglich erst ab 14.00 Uhr, somit müssten die Eltern für den morgendlichen Weg zur Schule weiterhin tief in die Tasche greifen. Die Grünen warfen der Koalition eine fehlende Strategie für die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs und einen einseitigen Fokus auf den Busverkehr vor.

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