Mehr Fahrverbot- und Tempoverstöße 2018 in Sachsen

Dresden (dpa/sn) - In Sachsen sind im vergangenen Jahr insgesamt 163 088 Verkehrsverstöße geahndet worden und damit 3,9 Prozent mehr als 2017. Erwischt wurden mehr Menschen, die ohne Führerschein und trotz Fahrverbot am Steuer saßen, wie aus der aktuellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Mit 7483 erhöhte sich ihre Zahl um 14,1 Prozent. Auch bei Geschwindigkeitsvergehen gab es demnach einen Anstieg um 2,9 Prozent auf 9336. Und auch die Rotlichtverstöße nahmen zu: um 1729 auf 29 102.

Dafür sank die Zahl der geahndeten Alkohol- sowie Drogenverstöße - um 3,9 Prozent auf 5702 und um 2,4 Prozent auf 1145. Bei Unfallflucht verzeichneten die Behörden einen deutlichen Rückgang um 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1839.

Die Zahl aller Verurteilungen und Bußgeldentscheidungen im Freistaat erhöhte sich um 2,8 bis 4 Prozent. 2018 erfolgten 13 418 Verurteilungen und die Gerichte erließen 2611 Bußgeldbescheide. Zudem wurden 3540 Mal Führerscheine vorübergehend entzogen und 146 859 Bußgeldbescheide durch die Behörden erlassen. Bei 12 651 Verstößen handelte es sich um Straftaten, die mit zwei oder drei Punkten geahndet wurden. 149 470 galten als Ordnungswidrigkeiten, wobei es bei bis auf vier Fälle ein bis zwei Punkte gab. Zudem wurden 8534 Mal Fahrer mit Handy am Steuer erwischt und 27 Mal die Nutzung von Radarwarngeräten unterbunden.

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