Nach Ausfällen: Regiobahn kündigt regulären Zugbetrieb an

Leipzig (dp/sn) - Nach massiven Zugausfällen seit Juli hat die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) die Rückkehr zum regulären Betrieb auf der Strecke Leipzig - Grimma - Döbeln angekündigt. Von Montag an sollen die Züge wieder nach Regelfahrplan verkehren, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Entgegen ursprünglicher Ankündigungen würden am bevorstehenden Wochenende weiterhin Fahrten ausfallen.

Dies betrifft «wegen betrieblicher Störungen», wie es auf der Internetseite heißt, allein am Samstag insgesamt zwölf Verbindungen zwischen Leipzig und Grimma in beiden Richtungen. Es sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden.

Als Grund für die Ausfälle hatte MRB das Fehlen von Lokführer wegen Krankheit sowie Urlaubszeit in Sachsen genannt. «Unsere Leistung entsprach bei Weitem nicht unserem Anspruch. Ich möchte aber versichern, dass wir nun zu einem langfristig stabilen Betrieb zurückkehren wollen», sagte Dirk Bartels, Geschäftsführer der Transdev Regio Ost GmbH, die die MRB betreibt.

Zuletzt hatten die Aufgabenträger Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) rechtliche Schritte wegen Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen bis hin zur Kündigung angedroht. Darin waren sie vom Landrat des Landkreises Leipzig, Henry Graichen (CDU), unterstützt worden. «Nachdem es mehrere Angebote zur Verbesserung unsererseits gab, müssen nun weitere rechtliche Schritte geprüft werden», sagte der Politiker.

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