Olympia-Vision: Sportminister Wöller reagiert zurückhaltend

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Sportminister Roland Wöller hat zurückhaltend auf die Vision von Olympischen Spielen 2030 in Thüringen, Sachsen und Bayern reagiert. Sachsen sei ein Sportland und habe mehrfach beweisen, herausragende Großsportveranstaltungen organisieren und durchführen zu können, sagte der CDU-Politiker. «Ob daraus in absehbarer Zeit tatsächlich eine Olympiabewerbung Deutschlands entsteht, muss allerdings mit allen Partnern gemeinsam erörtert und geplant werden», betonte er.

Sachsen richtet mit der Bob- und Skeleton-WM vom 17. Februar bis 1. März in Altenberg und der Junioren-WM Ski nordisch vom 28. Februar bis 8. März in Oberwiesenthal im bevorstehenden Winter zwei wichtige Sportereignisse aus. «Ziel ist es, Sachsen zu einem international bedeutsamen Standort für herausragende Großsportveranstaltungen weiterzuentwickeln», sagte Wöller.

Er verwies darauf, dass eine Entscheidung, wann und vor allem mit welcher Stadt oder Region sich Deutschland bewerben will, beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) liegt. Die gescheiterten Bewerbungen von Hamburg und München hätten zudem gezeigt, dass es ohne die Einbeziehung und die Unterstützung der Menschen in den betroffenen Regionen nicht gehe. «Voraussetzung für eine erfolgreiche deutsche Olympiabewerbung ist eine realistische Planung und sorgfältige Vorbereitung», sagte Wöller.

Eine Privatinitiative aus Thüringen hatte zuvor die Idee zu Winterspielen 2030 in Thüringen, Sachsen und Bayern veröffentlicht.

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