Polizei sucht von Chemnitz aus Hinweise auf kriminelle Clans

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Ein 13-köpfiges Ermittlerteam soll Aufschluss über mögliche Aktivitäten von kriminellen Clans geben. Als Schwerpunkt gilt der Freistaat bisher nicht.

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    mops0106
    13.09.2020

    Herr Hütter hat sich zu den Antworten der Landesregierung folgendermaßen geäußert:

    „Die Antwort auf unsere Anfrage hat gezeigt, dass die sächsische Staatsregierung erheblichen Nachholbedarf bei Kenntnissen zur Clan-Kriminalität im Freistaat hat. Das beginnt schon damit, dass es eine mangelhafte Ausgangslage bei der Datenerfassung- und Verwertung gibt. So konnte die Staatsregierung nicht sagen, wie viele „Shishabars“, „Barbershops“, „Spätverkaufsstellen“, „Gebrauchtwagenhandel“ und „Schlüsseldienste“ es im Zeitraum 2014 bis 2019 im Freistaat gab. In diesen Marktbereichen sind die Clans besonders aktiv. Aber auch bei bekannten Kenngrößen, wie „Döner-Imbissen“, „Wettbüros“ oder „Spielhallen“ gibt es keine Instrumente zur Erfassung und Erkennung von möglichen Zusammenhängen mit Clan-Strukturen. Zusammenfassend hört sich das bei der Staatsregierung dann so an:

    „Zur Recherche nach den Clans, Clanmitgliedern oder Clankriminalität existieren in den sächsischen Datensammlungen keine Katalogwerte oder Marker. Eine zielgerichtete oder gar automatisierte Recherche ist daher nicht möglich.“

    Auch bei Fragen zu Waffen oder Betrugshintergründen waren die Antworten bezeichnend:

    „Clans oder Clanmitglieder können in den Datensammlungen der sächsischen Polizei nicht recherchiert werden. Eine gesonderte Registrierung von Verstößen gegen das Waffenrecht oder zu Sozialleistungsbetrug im Zusammenhang mit Clans erfolgt nicht. Mithin liegen keine Informationen zu Verstößen von Clanmitgliedern gegen das Waffenrecht oder Sozialleistungsbetrug vor.“

    Dementsprechend konnten auch keine Angaben zu Vermögensabschöpfungen oder Intensivstraftätern mit Bezügen zu Clans gemacht werden. Insbesondere Letzteres ist vor dem Hintergrund, dass es 1.694 Papierakten zu „ausländischen Mehrfachintensivtätern“ in Sachsen gibt besonders traurig..."

  • 5
    0
    Malleo
    12.09.2020

    "Aufschluss über mögliche(!!!) Aktivitäten von Clans."
    Der war richtig gut, Herr Kollenberg!

  • 10
    2
    gelöschter Nutzer
    12.09.2020

    Auf den Prüfstand oder ins Visier gehören hoffentlich die ganzen Dönerbuden und Shisha Bars, wo kaum einer zu sehen ist, aber die Inhaber Oberklasse Autos fahren und dicke Handys haben. Wie geht das, wenn man nichts zu tun hat, im unteren Beschäftigungsniveau?

  • 9
    2
    Dickkopf100
    12.09.2020

    Schon mit der Wiedervereinigung hat die Clankriminalität seinen Einzug im Osten Deutschlands gefeiert. Ob Italiener, Chinesen oder Albaner, ganz egal welcher Nation. Ich nenne sie gern Doppelsteuerzahler, denn sie zahlen brav an den Fiskus, grade in der Gastronomie, und an die Mafia. Das sind allerdings noch die für den Normalbürger harmloseren Zeitgenossen. Die ganz Extremen leben nur von Straftaten. Die sind aber nicht nur in Deutschland ein Problem, sondern in der ganzen Welt. Das wird es immer geben und auch mit verstärkter Polizeiarbeit wird man dem niemals Herr werden. Das Problem ist der globalisierte Geldmarkt, bei dem illegal erworbenes Geld leicht mit legalen Geschäften "gewaschen" werden kann. Deutschland gehört übrigens zu den sehr beliebten "Geldwäscheländern". Damit werden wir wohl leben müssen. Aber schön zu hören, dass auch in Sachsen mehr dagegen angegangen wird. Ob es hilft...?

  • 18
    9
    klapa
    11.09.2020

    Waaaas, in Sachsen auch.

    So eine Überraschung!!

  • 31
    11
    mops0106
    11.09.2020

    Besser spät als nie.

  • 44
    12
    censor
    11.09.2020

    Da wollen wir doch mal hoffen, dass man kriminelle Clanstrukturen in Sachsen wirksam verhindern kann.
    Das wäre nach der in Sachen Links- und Rechtsextremismus lange mit Blindheit geschlagenen Staatsregierung endlich mal ein Zeichen vorausschauenden Denkens. Schaumermal .