Regeln für Ärzte gelockert

Mediziner dürfen nach ungeschütztem Kontakt arbeiten

Dresden.

Die sächsischen Gesundheitsämter haben die Quarantäneregeln für Ärzte und anderes medizinisches Personal deutlich gelockert. Demnach sollen die Mitarbeiter in Praxen auch nach einem ungeschützten Kontakt mit positiv getesteten Coronapatienten weiter ihrer Arbeit nachgehen - allerdings zwei Wochen lang mit Mund-Nasen-Schutz und nur bei Symptomfreiheit. An Tag 2 und 5 nach dem Kontakt ist ein Test vorgeschrieben.

Für Mediziner, die ungeschützten Kontakt mit infizierten Patienten aus nächster Nähe hatten, wurde die Pflicht zur häuslichen Quarantäne auf sieben Tage reduziert. Die Behörden folgten damit einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, die für das gesamte medizinische Personal in Deutschland gilt. Hintergrund ist die Abwägung zwischen Schutz vor Infektionen und der Sicherung der akutmedizinischen Versorgung. Demnach wird betroffenen Praxen per se ein Personalmangel attestiert, wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen in einem Schreiben an die Vertragsärzte klarstellt. Kontaktpersonen in der übrigen Bevölkerung müssen sich nach wie vor 14 Tage lang in häusliche Quarantäne begeben. (rnw)


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