Rekordzahlen bei Patienten mit Grippe

Seit Oktober erkrankten in Sachsen 16.685 Menschen

Dresden.

Die Grippesaison 2016/2017 hat im Freistaat für so viele Erkrankungen und Grippe-Todesfälle gesorgt wie nie seit 2001. Nach den aktuellsten statistischen Zahlen des Gesundheitsministeriums erkrankten zwischen Anfang Oktober 2016 und Mitte März 2017 in Sachsen 16.685 Menschen an Influenza. Das sind deutlich mehr Fälle als selbst in der Schweinegrippe-Pandemie-Saison 2009/10. Damals wurden 10.634 Erkrankte registriert. Die Dunkelziffer könnte noch höher liegen, da nicht jeder Erkrankte den Arzt aufsucht und damit auch nicht bei allen Patienten eine Laboruntersuchung veranlasst wird. Nachweislich an Influenza sind in Sachsen in der aktuellen Saison 73 Menschen im Alter zwischen 33 und 100 Jahren verstorben. Auch das ist ein Höchststand seit 2001.

In der zurückliegenden Saison erkrankten vergleichsweise viele ältere Menschen an Influenza. Die am häufigsten betroffenen Altersgruppen waren mit 26 Prozent die 45- bis 64-Jährigen, gefolgt von den 25- bis 44-Jährigen mit 18 Prozent und den Senioren (über 64 Jahre) mit 17 Prozent. Bei Kindern, die in der Regel am häufigsten erkranken, wurden 2016/2017 anteilig weniger Infektionen registriert. So stellten die 5- bis 9-Jährigen 10 Prozent und die 1- bis 4-jährigen Kleinkinder sowie die 10- bis 14-Jährigen jeweils 9 Prozent der Grippefälle. (uli)

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