Sachsen will Dresdner DLR-Institut ausbauen

Dresden (dpa/sn) - Sachsen will die beiden Standorte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Dresden weiter ausbauen. Auf die Rahmenbedingungen habe sich das Kabinett verständigt, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag. So soll das 2017 gegründete Dresdner Institut bis 2023 einen Neubau für rund 10,8 Millionen Euro auf dem Campus der TU Dresden bekommen. Derzeit arbeiten rund 30 Mitarbeiter an dem Institut, das auf Softwareforschung im Bereich Flugzeugbau spezialisiert ist. Dort werden virtuelle Tests für Prozesse und Produkte entwickelt, die schneller und günstiger sind als Tests in der Realität. Zudem fördert Sachsen das Dresdner Institut in diesem und im nächsten Jahr mit insgesamt 9,5 Millionen Euro.

Zudem steht nun fest, dass Zittau zur Außenstelle des in Cottbus ansässigen DLR-Instituts für CO2-arme Industrieprozesse wird. Das Institut leiste einen wichtigen Beitrag für einen nachhaltigen und erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz, so Dulig. Von 2020/21 an soll der DRL-Ableger in den Mandauhöfen unterkommen und später einen Neubau hinter der Mensa der Hochschule bekommen. Bis Ende nächsten Jahren sollen rund 20 Mitarbeiter daran arbeiten, bei energieintensiven Prozessen wie Stahl- oder Aluminiumproduktion weniger Kohlendioxid freizusetzen.

Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Sachsen zählt rund 160 ‎Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Rund 7000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz ‎von rund 1,4 Milliarden Euro.

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