Sachsens neuer Landesrabbiner kommt aus Budapest

Leipzig/Dresden (dpa/sn) - Vier Monate nach dem Wechsel von Alexander Nachama nach Thüringen hat auch Sachsen wieder einen Landesrabbiner. Zsolt Balla ist gebürtiger Ungar und seit 10 Jahren Rabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Der 39-Jährige stellt sich an diesem Mittwoch in Dresden der Öffentlichkeit vor, wie der Landesverband der Jüdischen Gemeinden am Montag mitteilte. Damit bekomme das Judentum in Sachsen einen repräsentativen und fachlich hochgebildeten religiösen Vertreter auf Bundes- und internationaler Ebene.

Balla wurde in Budapest, Jerusalem, New York, London und Berlin ausgebildet. Er gehört dem Präsidium der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands an, ist in der Jüdischen Welt gut vernetzt und genießt hohe Autorität in Rabbiner-Kreisen. Er soll die vielfältige religiöse jüdische Gemeinschaft im Freistaat «harmonisch leiten, fachlich koordinieren und auf unterschiedlichen Ebenen kompetent vertreten». Eine weitere Aufgabe: Der interreligiöse und interkulturelle Dialog, «auch im Hinblick auf die Bekämpfung jeder Art von Xenophobie, Rassismus und Antisemitismus».

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