Sicherheitswacht 2020 bisher seltener im Einsatz

Sie gehen auf Streife, sind Ansprechpartner für Bürger und schreiten bei Bedarf auch ein: Rund 340 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit in der Sächsischen Sicherheitswacht. In Zwickau werden am Montag weitere Sicherheitswächter von der Polizei bestellt.

Zwickau (dpa/sn) - Die ehrenamtlichen Helfer der Sächsischen Sicherheitswacht waren dieses Jahr bislang seltener im Einsatz. In den ersten drei Quartalen haben sie rund 63 600 Stunden erbracht, wie das Landespolizeipräsidium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur informierte. Im Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum gut 87 500 Stunden. Als Grund für den Rückgang wurden die Auswirkungen der Corona-Pandemie genannt.

Derzeit gehören mehr als 340 Bürger der Sicherheitswacht an, in Spitzenzeiten waren es rund 650 (2009). Die Ehrenamtlichen unterstützen die Polizei dabei, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, und erhalten eine Aufwandsentschädigung von sechs Euro pro Stunde. Sie gehen auf Streife, stehen Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung, geben Hinweise an Polizeidienststellen weiter und schreiten bei Bedarf auch ein. «Durch ihre Präsenz leisten sie einen Beitrag zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung», betonte Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar.

Die meisten Sicherheitswächter sind derzeit im Gebiet der Polizeidirektion Dresden unterwegs (89), die wenigsten in der Region Zwickau (41). Zwickaus Polizeipräsident René Demmler wollte am Montag fünf Bürger zu neuen Sicherheitswächtern bestellen. Um für die Sicherheitswacht auf Streife gehen zu können, müssen die Bürger eine 50-stündige Ausbildung absolvieren. Die Sächsische Sicherheitswacht wurde 1998 ins Leben gerufen. Solch ehrenamtliche Hilfe für die Polizei gibt es auch in anderen Bundesländern, etwa in Bayern.

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