Spätes Erwachen

Die politische Bildung in Sachsens Schulen ist zu kurz gekommen. Das treibt Fachleute um. Demokratieverachtung, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit sind in Teilen der Jugend verbreitet. Juniorwahlen und der aktuelle "Sachsen-Monitor" bestätigten den Befund. Kann die Schule sich ändern?

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99 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    1
    gelöschter Nutzer
    01.12.2017

    Hallo Täglichleser, ich habe von solchen Infos mit Absender AFD nichts gehört, ich beteilige mich allerdings auch nicht an facebook.
    Passt zum Thema, nur Bildung und Wissen helfen da weiter. Mich nervt nur dieser moralisierende Ton des Artikels, das demagogische nebeneinandersetzen von Fakten und das gezielte Auslassen konkreter Fragen. Es wäre doch sehr spannend zu diskutieren, wie Demokratie und Religion, direkte Demokratie und repräsentative Demokratie, Staatszugehörigkeit und Wahlrecht heute und in Zukunft funktionieren können und sollen. Da wird ja noch nicht mal an der Oberfläche gekratzt. Muss ja auch nicht, solange die Etablierten ihre Aufgabe im Ausgrenzen neuer Politiker sehen.

  • 4
    4
    gelöschter Nutzer
    01.12.2017

    Klar die AfD wurde demokratisch gewählt. Ob sie die Demokratie fördert? Wäre ja schön.
    Aber Opposition gab es schon vor der AfD.
    Wenn aber Vertreter der AfD den Völkermord durch die
    Nazis relativieren und nicht mehr an diese Zeit erinnert
    werden wollen. Wir wollen ja nicht das sich Krieg und Elend wiederholt. Dann ist das bedenklich.
    Eine gute Bekannte, sagte mir, die hohe Zahl der
    ermordeten Juden, stimmt nicht. Juden haben sich immer daneben benommen. Kein Wunder, dass sie verfolgt wurden. Und die Deutschen haben weder den 1. noch den 2. Weltkrieg vorbereitet noch begonnen.
    Und das kommt von AfD und Pegida und wüsster Info
    aus Facebook. Wenn das nicht spaltet? Und die Jugend verdummt.

  • 2
    4
    gelöschter Nutzer
    01.12.2017

    Die Wahl der AFD war demokratisch und ist demokratiefördernd, da es 4 Jahre lang keine Opposition gab. Rassistisch ist weder die AFD noch PEGIDA, auch wenn die MSM es wie damals ND und Aktuelle Kamera ständig verbreiten. Insofern brauchen die Sachsen bzw. die Schüler in Sachsen keinen Nachhilfe- Unterricht in Sachen Demokratie.
    Ein anderes Thema ist die Wissensvermittlung. Genau wie Rechnen, Lesen und Schreiben sollen alle Schüler wissen, wie Kommunen, Länder, Staaten aufgebaut sind und funktionieren. Eine Art Verfassungskunde und Bildung zum selber Denken. Wie das Beispiel der Schule zeigt, scheint es ganz gut zu funktionieren.

  • 3
    0
    gelöschter Nutzer
    01.12.2017

    Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen.
    Das kann die Schule nicht wett machen. Egal wie.
    Das bedarf engagierter Lehrer mit kritisch-demokratischen Denken. Humanistisch gesinnt.
    Ein Helfer und Erzieher der Jugend. Kein reiner Wissensvermittler. Schwer, schwer, schwer.
    Da hilft nicht das Beamtentum, auch nicht mehr Geld.
    Viel mehr die Eltern einbinden.

  • 5
    0
    ros
    30.11.2017

    @BieneBissig Das ist fehlinterpretiert. Es geht nicht gegen das Thema Tod, sondern gegn die bürokratisierte Einordnung in einen Lehrplan. Tiedemann wünscht mehr Freiheit fur den Lehrer zur Art und zum Zeitpunkt, solche Themen zu behandeln.

  • 4
    3
    MatthiasWolf
    30.11.2017

    Ich glaube nicht, dass man in Sachsen das Schulsystem über den Haufen werfen muss. Die PISA-Studien sprechen eine andere Sprache, insbesondere da, wo Lernformen vermeintlich fortschrittlich angepasst und erneuert wurden. Struktur und Disziplin schaden nicht, auch das Selbstbewusstsein der Schüler kann durch entsprechende Projekte zusätzlich gefördert werden.
    Finger weg von einem funktionierenden Schulsystem!

  • 3
    3
    gelöschter Nutzer
    30.11.2017

    3. Absatz: "Auslöser der Debatte..." und gesamter 4. Absatz bedeutet für mich, man hätte gern eine Art DDR-Staatsbürgerkunde-Unterricht, wo den Schülern beigebracht wird, wer/was "gut" oder "böse" ist. Unabhängige Meinungsbildung nicht erwünscht.
    Macht die Schüler idelogiefrei mit dem Grundgesetz (hier konkret Artikel 5) vertraut und lasst sie ihre eigene Meinung zu politischen Themen bilden! Es geht hier nicht um unumstößliche Gesetze der Naturwissenschaften oder Mathematik.

  • 5
    0
    vomdorf
    30.11.2017

    Es ist immer wieder erstaunlich, dass sich Leute, die keine Ahnung von den heutigen(!!!) Schülern und Eltern haben, sich Sachen ausdenken, die nicht (so einfach) umzusetzen sind, denn es fehlt an ( entsprechend grundständig ausgebildeten) Lehrern.
    Mal an eine Schule gehen und bissel gucken und rumfragen spiegelt doch gar nicht wider, was wirklich los ist.

  • 7
    0
    Bienebissig
    30.11.2017

    Bis zu diesem Teil fand ich den Artikel gut: Es gebe keinen vernünftigen Grund, warum sich "Siebtklässler in der zweiten Jahrgangshälfte für 18 Stunden turnusmäßig mit dem Tod beschäftigen" sollten: keine Problemorientierung, keine Aktualität. "Das gibt es nur in Sachsen", sagt Tiedemann. "Absurd!"

    Schaut Herr Tiedemann Nachrichten? Überhaupt Fernsehen? Weiß er, wie oft gerade Kinder und Jugendliche mit dem Thema konfrontiert werden, egal ob in den Medien oder in der Familie und im näheren Umfeld? Weiß er, dass, wenn wir schon von Integration sprechen, Schüler in den Klassen sitzen, die ganz eigene Erfahrungen mit dem Thema aus ihren Heimatländern mitbringen? Kennt Herr Tiedemann den Lehrplan, der zum Beispiel auch Euthanasie beinhaltet oder Suizid? Ist Sterbehilfe für ihn kein aktuelles Thema? Weiß er um die Unterrichtsangebote dazu, die seit Jahren mit Hospizhelfern und anderen ehrenamtlichen Kräften ermöglicht werden? Ist ihm klar, dass Schüler im dem Alter schon vom Tod eines nahen Verwandten oder dem Suizid ihres besten Freundes betroffen sein können? Als Prof. für Didaktik der Philosophie und Ethik sollte er das eigentlich wissen. Es ist längst an der Zeit, das Tabuthema wieder mehr in die Öffentlichkeit zu holen und ihm den Stellenwert zu geben, den es hat, nämlich als letztlich unvermeidlichen Teil des Lebens. Frühere Generationen hatten meist auch sehr viel mehr persönliche Erfahrung mit dem Tod, die uns und unseren Kindern in fast 70 Jahren Frieden zum Glück bisher erspart blieben. Auch deshalb ist das Thema in der Schule wichtig, denn in manchen Familien wird es gern ausgeklammert. Ich bin echt entsetzt.