SPD: Unabhängiger Rundfunk braucht angemessene Finanzierung

Dresden (dpa/sn) - Die SPD im Sächsischen Landtag hat sich klar für die geplante Erhöhung der Rundfunkgebühr ausgesprochen. «Die wichtige Rolle unseres dualen Rundfunksystems zeigt sich aktuell in der Corona-Krise noch deutlicher als zuvor», erklärte Fraktionschef Dirk Panter am Montag in Dresden. Während die Diskussionen rund um Corona immer intensiver würden, suchten die Menschen nach seriösen Informationsquellen.

«Die Meinungsvielfalt in Deutschland wird derzeit insbesondere durch klassische Medien garantiert. Dass sie etabliert und akzeptiert sind, beweist die Corona-Krise», betonte Panter. Den vielfältigen Informationen werde vertraut, daran könnten selbst hartnäckige Verfechter von Verschwörungsmythen mit ihrem Gehetze nichts ändern: «All das sind Gründe, weshalb die duale Rundfunklandschaft weiter gestärkt werden muss.»

Panter erinnerte daran, dass sich unter anderem in Teilen der Union Widerstand gegen die von den Ministerpräsidenten im März vereinbarte Erhöhung der Rundfunkgebühr formiert. Am Dienstag gibt es im Landtag eine Anhörung zu dem Thema. Alle 16 deutschen Länderparlamente müssen der Erhöhung zustimmen. Der Beitrag soll zum 1. Januar 2021 um 86 Cent auf dann 18,36 Euro pro Monat erhöht werden.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
55Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 4
    1
    Malleo
    27.05.2020

    Zeit....
    Manche mögen halt für 10 Mrd.
    jeden Abend verklebert werden.

  • 2
    1
    Lesemuffel
    27.05.2020

    Da wird die Bundesliga ohne Zuschauer durchgeführt, man rühmt sich, dass u.a. das Spiel München vs. Dortmund in 140 Länder übertragen wird, allein in Deutschland gucken die Fans ins Leere. Die ÖR schaffen es nicht, aber allerlei Bezahlsender tun es. Und dann noch GEZ-Erhöhung. Das ist bösartig, dafür sollte kein Cent mehr erhoben werden.

  • 2
    5
    Zeitungss
    25.05.2020

    @Malleo: Sie bieten jetzt mit Sicherheit gleich eine brauchbare Alternative an, welche die Zufriedenheit der Bürger mit den Deutschen Medien wieder herstellt und dazu noch kostengünstig ist. Man hööööört.

  • 4
    4
    Malleo
    25.05.2020

    Der war gut!
    Die ÖR Anstalten sind zur Pressestelle der Grünen verkommen, abweichende Meinungen, die dem grünen Mainstream nicht folgen, spielen eine untergeordnete Rolle, man hat sich für die richtige Moral zu entscheiden!
    Medien haben aber als 4. Gewalt zu agieren!
    Der von mir geschätzte Journalist Stefan Aust hat es treffend formuliert.
    "Hell und dunkel, wichtig und unwichtig, verhältnismäßig oder unverhältnismäßig, Ursache und Wirkung- die simpelsten Kriterien mittlerer Intelligenz und Beurteilungsfähigkeit scheinen hierzulande unter die Räder gekommen zu sein."

  • 1
    5
    Zeitungss
    24.05.2020

    @klapa: Ihrer Meinung kann ich durchaus etwas abgewinnen. Der Begriff Marktwirtschaft hat heute eine andere Bedeutung als er einmal hatte. Leuchtendes Beispiel ist das EEG, um nur eines zu nennen. Die Gestalter dieses Zustands haben wir gewählt und werden es auch in Zukunft tun da erbrachte Leistung nicht in der Wertung ist. Es ist nur soviel zu sagen, die Profiteure schaffen sich nicht selbst ab. Die beabsichtigte Verkleinerung des Bundestages wird ebenfalls ein Hosengänger und zwar aus dem gleichen Grund, was der Bürger nicht erkennen will oder kann. Wir werden demnach noch einige Überraschungen erleben, mal sehen, wie sich die rote Fraktion hier im Forum dann darstellt, warten wir es ab.

  • 6
    4
    klapa
    24.05.2020

    In der Marktwirtschaft gilt der Spruch, nur Qualität setzt sich durch. Also überlasse man die ÖR den Regulierungen des Freien Marktes und der Bundesbürger wird sehen, was sich an tatsächlicher Qualität durchsetzt.

    Auftrag des ÖRR ist es, dass er mit seinen Programmangeboten „zur Information, Bildung, Beratung, Kultur und Unterhaltung einen Beitrag zur Sicherung der Meinungsvielfalt und somit zur öffentlichen Meinungsbildung“ leistet.

    Das tun sie mit Quizsendungen aller Art bis zum Abwinken oder auch mit so genannten Talkrunden à la Illner, Will, Maischberger oder 'Hart aber fair' ohne regierungskritische Meinungen versteht sich.

    Das ist Propaganda pur. Von Meinungsvielfalt keine Spur.

    Von wirklichkeitsfremden Serien wie 'Schwarzwalklinik' und 'In aller Freundschaft', in denen auch die schwersten Krankheiten und medizinischen Fälle in der Regel bewältigt werden, in den von der Überlastung des Pflegepersonals und der Ärzte offenbar nicht die Rede sein darf, ganz zu schweigen.

    Und diese Leute verlangen mehr Geld. Unbegreiflich!!

  • 1
    0
    Zeitungss
    24.05.2020

    @Tauchsieder: Es ist nun einmal das liebe Geld, wo man nicht gerne darüber spricht, alter Hut, würde ich sagen. Wer an der entsprechenden Einnahmequelle sitzt, kann und will meine Zeilen nicht verstehen und findet es belästigend wenn man es anspricht. Ihre Aufstellung über die Gagen beim ÖR werden hier mit Begeisterung zur Kenntnis genommen, Empörung losgetreten und das war es dann auch schon wieder. Ähnliche Strukturen sind in den öffentlichen Verwaltungen und anderen Einrichtungen üblich, also im oberen Bereich, wo hinter Leistung und Bezahlung ganz einfach ein Fragezeichen stehen müsste, was in der Privatwirtschaft gängige Praxis ist. Es ist demnach nicht verwunderlich, wenn der Platz für die roten Däumchen nicht ausreicht. Kleines Beispiel noch, wenn z.B. in der Stadtverwaltung die nächste Lohnrunde ansteht, steigen anschließend die Gebühren, oder nicht ? Denen kann man genau so wenig ausweichen wie es beim ÖR der Fall ist, was nun einmal so geregelt und in Stein gemeißelt ist.

  • 2
    2
    Tauchsieder
    23.05.2020

    Schade, so kann man sich verennen "Zeit......." !

  • 1
    7
    Zeitungss
    23.05.2020

    @mops...: Meine Meinung zur Verwendung der Finanzen beim ÖR dürfte rübergekommen sein, gleichfalls die anderer öffentlicher Einrichtungen. Den Erbringern, also WIR, ist das allerdings weitestgehend schnuppe. Mit dieser meiner Meinung komme ich hier nicht an, was ich durchaus verkrafte. Beim nächsten öffentlichen Jammern über die Geldverschwendungen, nicht nur beim ÖR, sollten erst einmal Daten der Bürger in Erscheinung treten, welche nicht nur ich bis zum heutigen Tag vermisse.
    Ebenfalls einen schönen Abend.

  • 4
    1
    mops0106
    23.05.2020

    @Zeitungs:

    Ich habe nicht geschrieben, dass es Sender/ Sendungen ganz ohne Politik gibt, sondern dass ich ÖRR noch schaue, weil ab und zu Sendungen laufen, die nicht nur Agit/ Prop sind.
    Davon hatte ich meinen jungen Jahren schon mehr als erträglich war. Ich bin sehr an Politik interessiert, aber nicht an Agit/ Prop.

    Und zum eigentlichen Thema des Artikels, meiner Einstellung gegenüber des ÖRR und der erhobenen Entgelte, habe ich mich in meinem gestrigen Kommentar ausführlich geäußert. Schon die Überschrift ist ein Witz

    Und das Thema private Sender habe ich aufgenommen, weil Sie schon in mehreren Diskussionen Ihre Meinung geäußert haben, dass man, wenn man den ÖRR in seiner jetzigen Form kritisiert, wohl dann RTL usw. schauen würde.

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.

  • 1
    5
    Zeitungss
    23.05.2020

    @mops...: Was Sie kaufen oder ansehen ist mir doch vollkommen Wurscht und es war auch nicht das eigentliche Thema. Ich werde Sie daran auch nicht behindern oder beeinflussen. Unabhängigkeit war das Thema und nun dürfen Sie aufzählen, welche Sender das wirklich sind. So mancher Leser dürfte jetzt gespannt sein wie der gute alte Flitzbogen, was jetzt von Ihnen kommt. Glauben Sie wirklich, bei einem zugelassenen Sender, gleich welcher Art, ist die Politik außen vor ??? Es war bis jetzt in jeder Gesellschaftsform so, auch wenn es hin und wieder kleine Ausrutscher gab, welche schnell bereinigt wurden.

  • 7
    2
    mops0106
    23.05.2020

    @Zeitungss:
    Wenn ich mir privat ein Filmabo kaufe, dann ist das meine freie/ eigene Entscheidung.
    Und ich rutsche nicht kurioserweiser in den ÖRR ab, sondern weil ab und zu Sendungen laufen, die nicht nur Agit/ Prop sind. Ich schaue sogar Nachrichten und Poltikmagazine, da ich mich umfassend informiere. Bei den Nachrichten und sogenannten Diskussionsrunden kann man schön erkennen, wie Manipulation durch Weglassen von Infoteilen und Auswahl der Teilnehmer erfolgt.

  • 1
    3
    Zeitungss
    23.05.2020

    @Tauchsieder, womit wir bei der Duldung durch den Bürger wären. Gage und Leistung möchte niemand ins Verhältnis setzen, warum ist das wohl so ? Weil es nicht nur den ÖR betrifft, was ich schon mehrfach in den Ring geworfen habe, in anderen Bereichen nur niemand Anstoß nimmt und ist man Beteiligter, schon gar nicht. Aus Reihen der Volksvertreter ist schon gar keine Änderung zu erwarten, sie müssten sich bekanntlich selbst an die Nase fassen, was mit Schmerzen verbunden ist.
    @Klappa: Die Schlächter werden auch Sie nicht finden.

  • 6
    1
    klapa
    23.05.2020

    Es gibt die vage Möglichkeit, dass Sachsen-Anhalt sich quer stellen könnte. Übrigens auch Thüringen, wie gemunkelt wird. Das ginge aber nur mit einer CDU/AfD-Mehrheit.

    Deshalb meine ich, dem Bürger wird eher eine weitere finanzielle Bürde aufgedrückt, als dass eine heilige Kuh geschlachtet wird.

  • 6
    1
    Hinterfragt
    23.05.2020

    "...mindestens 30Min. Aufschlag bei den Privaten, was Sie vermutlich auch stört. ..."

    Also mich pers. stört das überhaupt nicht, kann man doch in den 5-8 Minuten mal ein Bier wegschaffen oder neues holen, den Geschirrspüler ein/- ausräumen, einen kurzen Plausch halten, was zum Essen holen, ...

    Beim ÖR verpasst man dann immer was vom Film ...

  • 6
    0
    Tauchsieder
    23.05.2020

    Der ÖRR betreibt eine Spaltung der Gesellschaft. Man sieht es hier deutlich an den Kommentaren.
    Wenn ich für ein Produkt bezahle, bezahlen muss, oder noch besser mir eine Zwangsabgabe auferlegt wird, dann darf ich doch wohl ein ausgeglichenes Programm erwarten und keine tendenzielle Hofberichterstattung. In einem Gutachten, das die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) in Auftrag gegeben hat, kommt dort das Kienbaum-Gutachten zu dem Schluss, dass die Bezahlung höher liegt als in der öffentlichen Verwaltung. Damit soll im nächsten Vierjahresabschnitt die Personalkosten um ca. 60 Millionen € sinken!
    Die KEF informierte die Anstalten über dieses Kienbaum-Ergebnis. Die Sender wiesen dieses Gutachten mit der Begründung zurück, dass ihre Vergütungsstrukturen angemessen sind, um konkurrenzfähig mit Wirtschaftsunternehmen zu bleiben. Die öffentlich-rechtlichen Sender übten zudem Kritik an dem Gutachten.
    So läuft der Hase!

  • 3
    3
    Zeitungss
    23.05.2020

    @mops0106: Zu Erinnerung, es ging um UNABHÄNGIGKEIT, von welcher die Privaten ebenfalls meilenweit entfernt sind und es in jeder Sendung mehrmals demonstrieren (müssen). Kurioserweise rutschen auch Sie gelegentlich in den ÖR. Ein normaler Film hat nun einmal mindestens 30Min. Aufschlag bei den Privaten, was Sie vermutlich auch stört. Was es an Abos gibt, kaufen Sie so viel wie möglich, die Betreiber müssen schließlich auch leben und diese standen hier auch nicht zur Debatte. Tauchsieder brachte einige Zahlen ins Spiel zum Einkommen der Intendanten, welche in keiner Weise zur Leistung stehen, der ÖR aber keinesfalls ein Einzelfall ist und die zahlenden Bürger eigentlich nicht interessiert. Wer da jetzt alles dazu gehört, darf jeder selbst nachdenken oder einen roten Hacken spendieren wenn er selbst von dem Segen profitiert.
    Das gegenwärtig praktizierte System hat sich unter Duldung der Bevölkerung aufgebaut, wird weiter ausgebaut, aber k e i n e n f a l l s abgebaut. Der Bürger hält still, was ein sicheres Fundament ist.

  • 5
    0
    mops0106
    22.05.2020

    @Zeitungss:
    "Wieviel wäre Ihnen den die Sendegruppe z.B. RTL/Sat1/Pro7 monatlich wert, gäbe es dafür auch eine Zwangsgebühr?"

    Die genannten Privaten wären mir nicht einen EUR wert. Ich bezahle lieber einen Privat-Sender, bei dem ich Filme ohne Werbeunterbrechung und ungeschnitten sehen kann.

    Aber wieso fragen Sie immer wegen der privaten Sender? Wer wie ich den ÖRR kritisiert, muss doch nicht zwangsläufig die von Ihnen genannten Privatsender nutzen. Ich schaue sogar noch Sendungen im ÖRR, weil ab und zu doch noch gute Filme, Reportagen... kommen.
    Aber ich bin gegen die Zwangsgebühr (obwohl ich sie zahle), da der ÖRR aufgebläht ist in seiner Sender- und Regionalstruktur und den damit verbundenen Kosten, weil in den regionalen Programmen ständig die selben Filme laufen, weil von Juni bis August in allen Programmen fast nur Wiederholungen kommen, weil der ÖRR nicht nur "Daseinsfürsorge" betreibt mit einem gewissen Grundprogramm....
    Der Hauptgrund meiner Ablehnung ist aber, dass der ÖRR nicht
    "die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die
    Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit..." berücksichtigt.

  • 1
    4
    Zeitungss
    22.05.2020

    @Hinterfragt: Hätte nicht gedacht, dass die Einschaltquoten beim Qualitätsfernsehen so hoch sind, oder bekommen die Sender die Quoten überhaupt nicht mit? Wieviel wäre Ihnen den die Sendegruppe z.B. RTL/Sat1/Pro7 monatlich wert, gäbe es dafür auch eine Zwangsgebühr? Genau hier sollten die ganzen roten Däumchen sich als großzügige Geber zeigen, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Es regiert wohl eher der Begriff "umsonst ist besser", man zahlt ja bereits mit dem Kauf der Produkte über die Werbung. Die Wertigkeit dieser Sendungen darf jeder selbst einschätzen, deswegen wird sie bekanntlich mehrfach geteilt.

  • 9
    3
    Hinterfragt
    22.05.2020

    "... und die Privaten sind es nun einmal auch nicht. ..."
    Stimmt @Zeitungss.
    Die sind abhängig von den Zuschauern, sprich Einshaltquote.
    Wenn sich was nicht rechnet wird es abgesetzt.

    Die ÖR rufen nach mehr Geld und machen weiter ...

  • 7
    0
    Tauchsieder
    21.05.2020

    "Franzis......", natürlich, die Intendanten sind nur der Henkel an dem großen Wassereimer der unten dran hängt. Vergleichbar mit einem Eisberg.

  • 3
    1
    Interessierte
    21.05.2020

    Die den Rundfunk bezahlen , brauchen auch ein angemessene "Finanzierung"
    Der Herr Panter aus Achern / 24TEW kann das aber sicherlich problemlos bezahlen .

  • 11
    1
    Franziskamarcus
    21.05.2020

    Tauchsieder, dazu kommen noch die undurchsichtigen Firmen einer Anne Will,Plasberg,Maischberger uvm.,die am Tropf der ör hängen und Millionen abgreifen für ihre "Bildenden" Quatschclubs. Riesige Pensionslasten stehen beim ÖR noch an. Ein riesiger Wasserkopf.
    Und ich möchte das nicht finanzieren!Die sollen sich dem Wettbewerb stellen. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten,ganz klar kürzen. 8€ pro Jahr Beitrag wären mehr als genug.

  • 11
    3
    mops0106
    20.05.2020

    Das ist Opportunismus. Das Fähnlein nach dem Wind hängen, Leitmotiv vieler Politiker und Verantwortlichen nach 1990.

    Unter Frau Wille entstand übrigens das "Framing Manual". Soviel zum Thema staatsfern, unabhängig, ausgewogen.

  • 3
    8
    Zeitungss
    20.05.2020

    @Lesemuffel: Ja, es ist so und leider kein Einzelfall. In vielen Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung jeglicher Art steht die Vergütung (besser Gage) in keinem Verhältnis zur Leistung, was aber keinen Menschen stört. Aus diesem Grund kostet ein Stempel von der Obrigkeit schon einmal ein mittleres Vermögen, obwohl besagtes Personal schon vom Steuerzahler zwangsfinanziert wird. Diesen Zustand hebt niemanden an, man schießt sich auf den ÖR ein, was berechtigt aber kein Einzelfall ist.
    @Hinterfragt: Ich brauche weder einen Rasierer, ein Produkt von Seitenbacher noch die Wundermittel aus der Apotheke. Im Beitrag ging es um Unabhängigkeit der Sender, sollte ich mich recht erinnern und die Privaten sind es nun einmal auch nicht. Wer eine Sendung in zehn Teile zerlegen muss um an seine Kohle zu kommen, ist die Unabhängigkeit wirklich nicht zu übersehen. Wer daran seine Freude hat, bitte. Die rund 18 Euro sind es mir wert, was der ÖR bietet und auf die Gestaltung der Vergütung habe weder ich noch Sie Einfluss. Die Versorgungsorgien ohne entsprechende Leistung in Deutschland hatte ich bereits am Anfang erwähnt, was allerdings kurioserweise keinen Mensch stört. Der ÖR ist eigentlich noch das kleinste Übel.

  • 8
    3
    paral
    20.05.2020

    Guten Abend. Danke für diese Information, @Lese.... Solche Dinge sind für mich sehr interessant. Nun ja, Geld regiert die Welt. Wenn noch die Macht dazukommt, alles schon "beredd", wie der Erzgebirger sagt. Zum konkreten Fall, diesen Leuten geht es nicht um die "Sache" , wie es damals hieß, sondern um persönliches Wohlergehen und die Macht über ihre Mitmenschen. Heute ist das genauso, im modernen Gewand verkleidet, sozusagen. Beispiele weiß jeder. Der Mensch ändert sich nicht, und der Lack der Zivilisation ist hauchdünn. D.F.1948

  • 14
    3
    Lesemuffel
    20.05.2020

    Hätte 1990 einer zu Siegfried Lorenz gesagt, Du Genosse, deine Tochter wird in 2020 ein Jahresgehalt von 275 000 € beziehen und dem Rundfunk in Sachsen vorstehen, wäre derjenige wohl als Mann mit fehlenden Latten am Zaun ausgelacht worden. So ändert sich im Laufe eines Lebens sogar das Verhältnis zum Klassenfeind.;-)

  • 12
    2
    Tauchsieder
    20.05.2020

    Nur ein paar Zahlen, Jahreseinkommen der Intendanten:
    WDR - ca. 400 000 €
    BR - " 367 000 "
    SWR - " 350 000 "
    NDR - " 348 000 "
    HR - " 348 000 "
    MDR - " 275 000 "
    etc. .
    Zahlen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, manche Angaben sind schon etwas älter. Könnte mittlerweile schon weit höher liegen.
    Alles finanziert von den Zwangsabgaben.

  • 8
    1
    Hinterfragt
    20.05.2020

    Nun @Zeitungss, , schön dass Sie die werbeeinnahmen der Privaten anbringen.
    Bei den Zwangsfinanzierten kommen nämlich auch noch Einnahmen aus Webung hinzu.
    Also bezahlen Sie beim Kauf des nächsten Rasierers zum 2. Male, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben.

  • 11
    1
    Freigeist14
    20.05.2020

    Der Rundfunk - Staatsvertrag sieht einen gebührenfinanzierten , unabhängigen und staatsfernen Rundfunk und Fernsehen vor . Soweit die schöne Theorie . Die Hofberichterstattung und Pressestelle der Bundesregierung ., die Tagesschau ,praktiziert leider etwas anderes .

  • 5
    6
    Zeitungss
    20.05.2020

    @klapa: Wer finanziert denn die "unabhängigen" Privaten. Sie finanzieren sie auch mit, ob Sie wollen oder nicht, auch im Fall einer Nichtnutzung. Beim Kauf der nächsten Cola (Beispiel) sind Sie schon mit dabei. Wer zahlt, also die Werbebranche, bestimmt auch was läuft, vorausgesetzt man denkt logisch. Soviel zur Unabhängigkeit, daran wird sich nichts ändern.

  • 7
    3
    klapa
    19.05.2020

    Unabhängig und finanziert - wie passt das für einen, der logisch denkt, zusammen?

  • 5
    4
    cn3boj00
    19.05.2020

    @ Hinterfragt, richtig ich habe sie gleich wieder gekündigt. Weil das ganze Geldschneiderei ohne Leistung ist. Dass man den ÖRR nicht kündigen kann stört mich nicht im Geringgsten, denn wie schon erläutert nutze ich den sehr rege, auch den Rundfunk, und weil ich da echte Leistung geboten bekomme. Für nur 17,5 Euro im Monat 15 Programme ist angemessen. Und ehrlich gesagt, ich kann mir nicht wirklich vortsellen, wie ich ausschließlich mit dem Angebot der Privaten leben könnte.
    Trotzdem wiederhole ich mich gern: einen Gebührenselbstbedienungsladen für einen aufgeblähten ÖRR lehne ich ab und erwarte eine Verschlankung. Das haben ich auch eineigen Abgeordneten so geschrieben.

  • 6
    5
    Freigeist14
    19.05.2020

    Dieter Nuhr = staatskritisch ? Nur weil er einmal bei den Hinterfragen der Corona-Maßnahmen nicht falsch liegt wird aus dem staatstragenden , Unterschichten-verachtenden "Mario Barth für Besserverdienende" kein kritischer Geist .

  • 1
    2
    Zeitungss
    19.05.2020

    @Freigeist: Es ging um die EIGENSCHAFTEN dieser Karte, welche beim Kauf verschwiegen wird und nicht darum ob die jemand kauft oder nicht oder gar kündigt. Ganz so verdrückt dürfte ich mich nicht ausgekehrt haben. Cn3... hatte in seinem Beitrag lediglich die Nebenwirkungen aufgeführt, welche weder Arzt noch Apotheker erklären können.

  • 2
    6
    Hinterfragt
    19.05.2020

    "...die Eigenschaften der HD+ Karte mit einbringen, welche beim Erwerb verschwiegen werden..."
    Nun Sie haben aber vergessen, dass er diese auch gekündigt hat. Das geht beim Gebührenzwang nicht.
    Zudem steht es jedem frei, sich diese Karte zu kaufen oder eben auch nicht, zu diesem Kauf wird niemand gezwungen; nicht vom Sender und auch nicht vom Staat.

  • 5
    6
    Zeitungss
    19.05.2020

    cn3...: Schön dass sie die Eigenschaften der HD+ Karte mit einbringen, welche beim Erwerb verschwiegen werden. Einziger Vorteil bisher, das Programm wird nicht besser, man sieht es nur deutlicher. Es darf natürlich jeder sehen, was er auch verkraften kann, keine Frage. Über die vielen Rundfunksender des ÖR, welche auch reichlich genutzt werden, spricht natürlich niemand und diese sind auch gebührenfinanziert, nur so ganz nebenbei.

  • 6
    1
    Hinterfragt
    19.05.2020

    @cn3boj00;
    "...eigentlich fast alle außer Nuhr..."
    Warum Sie nun gerade Nuhr ausschließen ist schon komisch! Sprachen Sie nicht von staatskritisch?
    Ist es, weil eben gerade dieser sich mit FFF und den Coronaregelungen staatskritisch beschäftigt hat???

  • 4
    0
    Nixnuzz
    19.05.2020

    Vielleicht ist es weniger ei Problem des ÖR's sondern der zuhörenden/-sehenden Menschen, die nur mit 2 Augen bzw. Ohren und zeitlich beschränkt dem Qualitäts-Programm lauschen können? Was die Kabaretisierung der Sender angeht: Mit zunehmender Anzahl der Agierenden muss Inhalt und Qualität nicht unbedingt zunehmen. Und schaffen unsere auserwählten Gewählten genügend Basismaterial um täglich Kakauoisiert zu werden? Wieviel Kleinarbeit z.B. für "Die Anstalt's"-Sendungen muss zusammengetragen werden? Andererseits: Wieviel persönliches politisches Sendungsbewußtsein haben manche Journalisten oder Kanalarbeiter?..Eine entsprechende Klientel mit Auge und Ohr am anderen Ende der Leitung?...

  • 9
    8
    Tauchsieder
    18.05.2020

    Bis auf ein paar wenige haben die meisten es begriffen wie der Hase läuft. Zeigt aber wiederum das bei dem Rest das Staatsfernsehen schon ganze Arbeit geleistet hat.

  • 9
    8
    Freigeist14
    18.05.2020

    cn3@ Von mir den Grünen . Ich würde nicht von Zwangsgebühren reden . Manche fordern unverholen die Zerschlagung des Öffentlichen Rundfunks . "Tichys Dedöns" ist kein Ersatz für einen Programmauftrag für alle .

  • 12
    7
    cn3boj00
    18.05.2020

    @Tauchsieder: können Sie etwas konkreter werden?

    @ franzudo: der ÖRR besteht nicht nur aus dem MDR, oder empfangen sie noch mit einer Antenne nach Geyer auf dem Dach? Ich gebe zu, dass der MDR auch für mich nur wenig interessantes bietet, wie die "Geschichte Mitteldeutschlands" oder "MDR Zeitreise". Ich bevorzuge deshalb NDR, WDR, 3Sat und Arte (mit tollen Reportagen z.B. über die Rock/Pop Geschichte). Reportagen über Russland, Frankreich, Afrika und Asien gibt es zuhauf, auch über Nord- und Südamerika, Skandinavien, die Arktis und Antarktis. Wenn Sie wollen schicke ich Ihnen eine Liste, oder Sie schauen mal in die Mediatheken.

    @ Hinterfragt: Die Anstalt, Extra3, Tagesshow, Mann Sieber, Priol, Schroeder, Richling... eigentlich fast alle außer Nuhr...

    Tut mir leid für die Roten, wenn sie sich mit dem Flachgang der privaten zufrieden geben.

  • 11
    9
    Hinterfragt
    18.05.2020

    @cn3boj00; staatskritisches Kabarett?
    Wecker nicht gestellt?
    Kanzleramt Pfote D , z.B. wurde eingestampft ...
    Die Zwangsabgabe, die immer wieder per Gesetz durch den Staat erhöht wird, wenn's nicht mehr reicht, ist nichts anderes als eine Steuer!

  • 12
    11
    franzudo2013
    18.05.2020

    Abschaffen. Zerschlagen. Konkurs anmelden. Moralisch ist der Staatsfunkt längst pleite.
    Phänomen der Dekadenz. Das Versprechen einer fetten Pension tötet jede Kreativität und jeglichen Elan. Natürlich blühen auch Blumen im Verborgenen, aber das ganze Gebilde ist wert, das es zu Grunde geht.
    Der MDR, die größte Konservenfabrik der Welt, bringt nicht einen Blick nach vorn. Wo sind die Reportagen über die neuen Mitbürger, über Russland, Polen, Tschechien, über das ländliche Frankreich, über Afrika und Asien ?
    Früher waren Weltspiegel und Auslandsjournal absolute Kultsendungen. Heute nur noch Propaganda mit dem Holzhammer.
    Der ÖRR ist nicht refomierbar. Nur aus den Trümmern kann etwas neues entstehen.

  • 7
    10
    Tauchsieder
    18.05.2020

    Ich glaube das ist der größte "Senf" den ich über dieses Problem gelesen habe "cn3b..."!!!

  • 11
    6
    cn3boj00
    18.05.2020

    Die Finanzierung über eine Gebühr hat doch nichts damit zu tun, wie unabhängig ein Rundfunk ist. Was sind denn das für abstruse Thesen? Wäre der Rundfunk aus Steuergeld vom Bund finanziert, wäre das naheliegend. So aber hat das doch nichts mit dem Geld zu tun, sondern damit, wer in den Gremien sitzt, hier muss der Hebel angesetzt werden. Hier ist das Problem.
    Ich schaue Natursendungen, Wissenschaftssendungen, Sportsendungen, Geschichtssendungen, Sendungen über Land und Leute, sowie staatskritisches Kabarett - 90% dieser Sendungen sucht man bei den privaten vergeblich! Rühmliche Ausnahme Servus TV. Was dabei "staatsnah" oder regierungstreu ist erschließt sich mir nicht.
    Privatsender? RTL HD und alle Sender der RTL und Sat1/Pro7 Gruppe kann man ja nicht mal aufnehmen, weil die Angst haben dass man die Werbung vorspulen könnte. Und dafür wollen die noch eine Kartengebühr? Hab ich sofort wieder gekündigt.
    ABER: So gern und fast ausschließlich ich auch die öffentlich-rechtlichen schaue, so bin ich doch dafür, dass ARD und ZDF zusammengelegt werden und die 20 Spezialprogramme und Digitalangebote abgeschafft gehören. Ein erstes, ein zweites und die Regionalprogramme, dazu Arte und 3Sat - mehr braucht es nicht. Ich schätze, damit könnte mindestens ein Drittel der Kosten eingespart werden.

  • 13
    4
    OlafF
    18.05.2020

    Warum soll irgend eine Verantwortlich*e die Symbiose von Regierungen und ÖR ändern ? Oder, wer sägt auf dem Ast auf dem er sitzt? Dieses verfilzte Gebilde braucht eine dringende Renovierung. Aber wie trennt man die Spreu vom Weizen? Es gibt einige Sendungen, welche durchaus anspruchsvoll sind, warum also nicht Klasse statt Masse? Mit dem Beitrag von allein 8 Milliarden Euro pro Jahr aus Gebühren könnte man einiges anfangen. Nicht berücksichtigt sind zusätzlich Werbeeinnahmen und Einnahmen von Produktionen. Nur freiwillig.... Freiwillig wird sich kaum etwas ändern. Welche Poliker*inn stellt sich freiwillig als Zielscheibe zur Verfügung?
    ..

  • 16
    5
    Lesemuffel
    18.05.2020

    Schon das Gehalt des Nachrichtenablesers von Claus Kleber in Höhe von 600.000 € verbietet jede Gebührenerhöhung. (Vergleich Bundeskanzlerin 320.000€)

  • 15
    7
    Tauchsieder
    18.05.2020

    Die Überschrift ist ein Widerspruch in sich selbst. ÖRR mit Zwangsgebühren in Verbindung mit Unabhängigkeit zu bringen, da musst du erst mal drauf kommen. Wir fressen doch kein Gras um uns auf die Stufe von Schafen zu heben. In GB ist man gerade dabei diese Zwangsgebühren abzuschaffen und hier feieren die Urstände Triumphe - wer will noch mal, wer hat noch nicht -.
    Wenn nur ein Bundesland gegen die Erhöhung stimmt, kann die GEZ uns keine höheren Beiträge aus der Tasche ziehen. Also Hr. Kretschmer, stimmen sie dagegen, zeigen sie Rückgrat!

  • 9
    4
    Hinterfragt
    18.05.2020

    P.S.
    "...Kritik am Prinzip des Rundfunkrates

    Allerdings kommt es gerade bei der Zusammensetzung häufig zu negativer Kritik. Denn bei einigen Sendern stellen Staatsvertreter mehr als 50 Prozent der Ratsmitglieder, was von vielen Stimmen als übermäßiger Einfluss gewertet wird. Auf diese Weise sorgen manche Landesregierungen dafür, dass sie ständig über eine Mehrheit im jeweiligen Rundfunkrat verfügen...."
    Quelle:
    https://www.openpr.de/wiki/rundfunkrat

  • 12
    10
    Lesemuffel
    18.05.2020

    Ob dieser ÖR auch Mal an Kosteneinsparungen denken könnte. Dass ausgerechnet ein SPD-Mann für weitere Gebührenerhöhung plädiert, verwundert nicht. Beim Geldverteilen der anderen sind sie Spitze. Unabhängig wäre es , wenn die Gebühren nicht zwangsweise in erhoben würden sondern nur von denen, die das Programm sehen. Technisch ist das ohne weiteres möglich, aber die Politiker wollen das nicht, ja sie fürchten es. Persönlich komme ich gut ohne "Tagesschau" und "heute" aus. Das Internet bietet alles ,um gut informiert zu sein.

  • 11
    4
    osgar
    18.05.2020

    Klasse, sowohl links als auch rechts sind der Meinung, dass der Rundfunk nicht unabhängig ist. So ist das mit der Wahrnehmung.

  • 12
    9
    Hinterfragt
    18.05.2020

    "Unabhängiger Rundfunk braucht angemessene Finanzierung"
    *Kicher*
    Steuerfinanziert und unabhängig, ein Paradoxon in Reinkultur ...

  • 12
    9
    mops0106
    18.05.2020

    "SPD: Unabhängiger Rundfunk braucht angemessene Finanzierung"

    Ich würde mich schlapplachen, wenn es nicht so traurig wäre.

  • 8
    8
    Freigeist14
    18.05.2020

    Ob Herr Panther selber den MDR für staatsfern hält ?