Studie: Gewalt gegen Lehrer in Sachsen nimmt zu

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Radebeul (dpa/sn) - Von Mobbing im Internet bis zu körperlichen Angriffen: Lehrer in Sachsen sind immer häufiger verbalen oder körperlichen Attacken durch Schüler oder Eltern ausgesetzt. In einer landesweiten Umfrage berichteten Mitglieder von psychischer und physischer Gewalt gegenüber Lehrern, Schulleitungen und -personal in den vergangenen drei Jahren, wie der Sächsische Lehrerverband (SLV) am Donnerstag mitteilte. An der Befragung zwischen dem 16. bis 19. April nahmen 1052 Kollegen aller Schularten teil.

Fast zwei Drittel berichteten von psychischer Gewalt, vor allem Beschimpfung, Bedrohung, Beleidigung und Belästigung. Knapp ein Drittel bestätigte, dass Lehrer an ihrer Schule über das Internet diffamiert, belästigt und genötigt wurden. Diese gingen überwiegend von Schülern oder Eltern aus. Knapp ein Viertel berichtete von körperlicher Gewalt gegenüber Kollegen wie Schlägen, Stößen oder Bewerfen mit Gegenständen durch Schüler. In 30 Prozent der Fälle ging es um Grundschulen.

«Jeder auftretende Fall von Gewalt gegen Lehrkräfte ist ein Fall zu viel», sagte SLV-Landesvorsitzender Jens Weichelt. 20 Prozent der Angriffe konnten den Angaben nach nicht zur Zufriedenheit der Betroffenen schulintern gelöst werden. Vor allem bei psychischer Gewalt und Internet-Mobbing sei es schwierig, diese aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Oft seien Vorfälle im Interesse der Schule und der betroffenen Lehrer auch nicht öffentlich gemacht worden.

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