Susanne Heinrich beim Neiße Filmfestival ausgezeichnet

Zgorzelec (dpa/sn) - Der Film «Das melancholische Mädchen» von Susanne Heinrich hat den Hauptpreis beim 16. Neiße Filmfestival im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien gewonnen. «Humorvoll zielt die Regisseurin dieses bezaubernden wie klugen Films auf die Paradoxe unserer modernen Welt», hieß es in der Begründung der Jury. «Sie zeigt uns in locker und leichtem Ton und unter Verwendung sämtlicher feministischer Theorien, wie konservativ und unfrei wir sind in unseren Käfigen aus Konventionen.»

Der mit 10 000 Euro dotierte Hauptpreis wurde am Samstagabend von der sächsischen Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) im «Haus der Kultur» im polnischen Zgorzelec überreicht. «Mit großer Strahlkraft setzt das Neiße Filmfestival ein Zeichen gegen nationalistische und damit separatistische Bewegungen innerhalb Europas», hob sie die Bedeutung des Filmfestivals hervor.

Regisseurin und Schriftstellerin Susanne Heinrich (33) hat für ihren Film bereits den Max Ophüls Preis sowie den Preis der ökumenischen Jury gewonnen. Der Film erzählt von einem Mädchen, das in der Großstadt auf der Suche nach einem Schlafplatz ist.

Das Neiße Filmfestival findet jedes Jahr in mehreren Städten des Dreiländerecks statt. Ein Schwerpunkt des Festivals liegt auf den historischen und politischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte.

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