Tag der offenen Tür nur online an Sachsens Hochschulen

An einem Tag im Jahr können Abiturienten schon mal Uni-Luft in Sachsen schnuppern. Andrang auf dem Campus 2021 ist wegen Corona zwar unmöglich - da öffnen Hochschulen eben digital.

Dresden (dpa/sn) - Stippvisite auf der Couch: Corona macht den traditionellen Tag der offenen Tür an Sachsens Hochschulen diesmal zur Ausnahme. Hörsäle, Institute oder Labore in den 15 staatlichen Einrichtungen, sieben Studienakademien sowie der Evangelischen Hochschule sind im Pandemie-Lockdown nur digital zugänglich. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) rief die Abiturienten dennoch auf, den schulfreien Tag «für ihre Zukunft zu nutzen». Laut Kultusministerium bereiten sich im Freistaat aktuell rund 17 900 Jugendliche auf das Abitur vor - nach derzeitigem Stand unter erschwerten Bedingungen.

«Die Corona-Pandemie darf für die Jugendlichen keine verlorene Zeit sein - auch für die Frage, wie es für sie nach dem Abi weitergeht», sagte Gemkow und verwies auf extra entwickelte «spannende digitale Formate» von Live-Chats mit Professoren über Online-Sprechstunden und -Vorlesungen bis zu Info-Videos und virtuellen Campus-Touren oder Einblicken in Bibliothek und Hochschulsport. «Es lohnt sich, diese besonderen Angebote zu verfolgen.» Dank der digitalen Präsentation können das auch junge Menschen, die nicht an einem Hochschulort oder in Sachsen leben.

Unter dem Motto «Studieren (online) probieren» wird «wie eh und je umfassend» informiert, versichert das Info-Portal «Pack Dein Studium». So können etwa Studenten der TU Dresden bei Instagram zu Wunschfach und Alltag ausgefragt, das Gelände bei einer virtuellen Campusrallye erkundet und Vorträge live gehört werden - bequem vom heimischen Sofa. Auch an Informationen über Unterstützung bei Studienwahl, Bewerbung, Finanzierung und Wohnen oder das richtige Auslandssemester kommt man per Mouseklick.

«In diesem Jahr bringen wir die Universität zu Ihnen nach Hause», heißt es in Leipzig. Studierende führen online durch den «Dschungel der Möglichkeiten», man kann sich aber auch per Telefon persönlich beraten lassen. An der Westsächsischen Hochschulen Zwickau sind User sogar bei kleinen Experimenten live dabei und Mitarbeiter und Professoren persönlich im Chat. Dort sei der Austausch oft sehr intensiv und «von viel gegenseitigem Interesse geprägt», sagte eine Sprecherin der Fachhochschule.

Die TU Bergakademie Freiberg bietet beim Online-Campustag persönliche Beratung in virtuellen Räumen an: StudiTalk, Live-Vorträge, Videos über Studiengänge oder Tipps für die richtige Fächerwahl per Webseminar. Der Kunstkanal Vasistas-TV der Dresdner Hochschule für Bildende Künste (HfBK) sendet einen Livestream aus der Motorenhalle, ein Projektzentrum zeitgenössischer Kunst. In der Werkst.art gibt es neben einem Podcast am Abend unter dem Titel «We show our shorts» ein Screening künstlerischer Kurzfilmprojekte und Videoarbeiten - von Studenten, Meisterschülern und Graduierten auf YouTube.

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