Tausende demonstrieren in Sachsen für mehr Klimaschutz

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Die Veranstaltungen sind Teil eines globalen Klimastreiks. In Deutschland sind laut Angaben von Fridays for Future mehr als 470 Proteste angemeldet.

Leipzig/Dresden/Chemnitz (dpa/sn) - In mehreren sächsischen Städten sind zwei Tage vor der Bundestagswahl die Klimaaktivistinnen und -aktivisten von Fridays for Future auf die Straße gegangen. In Leipzig startete am frühen Freitagnachmittag eine Demonstration mit mehreren Tausend Teilnehmern. Insgesamt erwarteten die Organisatoren 5000 Menschen, die für mehr Klimaschutz protestieren wollten. Bei der Auftaktkundgebung zog sich die Menschenmenge vom Hauptbahnhof bis zum Augustusplatz.

In Dresden war ebenfalls eine Großdemo mit 4000 Menschen geplant, die vom Alaunpark über den Theaterplatz führen sollte. Auch in Chemnitz und weiteren Städten wie Pirna, Plauen, Freiberg, Görlitz und Annaberg-Buchholz wollten ebenfalls Menschen protestieren. Die Veranstaltungen sind Teil eines globalen Klimastreiks. In Deutschland sind laut Angaben von Fridays for Future mehr als 470 Proteste angemeldet.

Das Datum zwei Tage vor der Bundestagswahl nehmen die Klimaschützer auch zum Anlass, um Forderungen an die kommende Bundesregierung zu stellen. «Bei diesen Wahlen geht es darum, diejenigen abzuwählen, die Kohle bis 2038 verfeuern und Dörfer abreißen wollen», sagte Christoph Gerhards von der Wissenschaftsvereinigung Scientists for Future beim Leipziger Auftakt.

Teilnehmende hielten in der Messestadt Plakate hoch mit Slogans wie «Klimaschutz ist Menschenrecht», «Kein Grad wärmer» und «Wenn wir jetzt nicht handeln, gibt es keine Welt, für die es sich zu lernen lohnt».

Neben jungen Menschen waren auch Eltern mit kleinen Kindern und ältere Menschen unterwegs. An den meisten Orten starteten die Demonstrationen am frühen Nachmittag und damit für die meisten Schülerinnen und Schüler wohl nach Schulschluss. Für alle anderen gilt laut Auskunft des sächsischen Schulministeriums: Die Teilnahme an Demos während der Unterrichtszeit sei in Sachsen als unentschuldigtes Fehlen zu werten.

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