Trotz hoher Corona-Zahlen: CDU Meißen hält am geplanten Parteitag in Großenhain fest

Meißen (dpa/sn) - Der CDU-Kreisverband Meißen hält trotz hoher Infektionszahlen in der Region an dem für Freitag in Großenhain geplanten Parteitag fest. Er gehe davon aus, dass rund 40 Parteimitglieder zur Tagung kommen, sagte der Vorsitzende Sebastian Fischer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies darauf, dass die Entscheidung im Vorstand mit absoluter Mehrheit getroffen worden sei. Es gebe umfangreiche Hygienemaßnahmen, betonte Fischer. Ein Sicherheitsunternehmen soll dafür sorgen, dass Abstandsregeln, festgelegte Laufwege und Maskenpflicht eingehalten werden. Auf Gastronomie werde verzichtet, Mikrofone würden desinfiziert.

Der CDU-Kreisverband Bautzen und der FDP-Kreisverband Meißen haben derweil ihre für Samstag geplanten Nominierungsparteitage für Bundestagskandidaten angesichts des verlängerten Lockdowns und hoher Infektionszahlen verschoben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verbucht der Landkreis Meißen mit 457 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sachsenweit die höchste Inzidenz.

Gemäß der aktuelle Corona-Schutzverordnung sind Nominierungsveranstaltungen für öffentliche Wahlen prinzipiell erlaubt. CDU-Mann Fischer betonte, dass auch Gemeinde- und Stadträte für ihre Tagungen zusammenkämen. In Meißen geht es um die Nachfolge von Thomas de Maizière, der in den vergangenen Jahren in der Bundesregierung und zuvor in der sächsischen Landesregierung diverse Ämter innehatte. Ihn will Kreis-Chef Fischer im Bundestag beerben.

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11 Kommentare
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  • 5
    1
    chemnitzmischa
    07.01.2021

    Da gilt wohl immer noch: Quod licet Iovi, non licet bovi. Aber nirgends steht, dass bovi nächstens wieder jovi wählen muss.

    Wegen der in den Kommentarrichtlinien verlangten sprachlichen Verständlichkeit: „Was Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen (...noch lange...) nicht erlaubt.“

    Die geregelte Weiterführung des gesellschaftlichen Lebens unter wirksamen und sinnvollen Hygienebedingungen ist zu befürworten. Das trägt zur Vermeidung von Infektionsausbreitung weit besser bei, als wilde unorganisierte Zusammentreffen mit hoher Kontaktintensit. (Das gilt übrigens insbesondere dann, wenn es um Veranstaltungen geht, die wegen ihrer Demokratierelevanz verfassungsrechtlich preferierten Zwecken dienen.)

    Das muss dann jedoch auch für den Kantinenbetreiber im Erzgebirge gelten.