Urteil gegen 32-Jährige wegen Kindstötung rechtskräftig

Görlitz (dpa/sn) - Das Urteil des Görlitzer Landgerichts gegen eine Zittauerin wegen Totschlags an ihrem Sohn ist rechtskräftig. Die Revision der 32-Jährigen gegen den Richterspruch vom Dezember 2013 wurde Anfang August vom Bundesgerichtshof verworfen, wie die Staatsanwaltschaft Görlitz am Freitag mitteilte. Damit wurde auch das im Zuge der ersten Revision gemilderte Strafmaß bestätigt.

Die Frau war ursprünglich Mitte Dezember 2013 wegen Totschlags zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Anfang 2016 hatte eine andere Kammer des Landgerichts das Strafmaß auf drei Jahre gesenkt. Auch dagegen ging die Verteidigung vor. Sie hatte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren beantragt, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte.

Die Verkäuferin hatte am 12. Dezember 2013 im Badezimmer ihres Elternhauses einen gesunden Sohn zur Welt gebracht. Unmittelbar nach der Geburt hatte sie den lebensfähigen Säugling nach Überzeugung des Gerichts mit einem Handtuch erdrosselt. Die nach der Trennung von ihrem Mann verschuldete zweifache Mutter hatte die Schwangerschaft verheimlicht. Den Vater ihres dritten Kindes kannte sie nur mit Vornamen und hatte sie im Internet kennengelernt.

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