Versicherungskaufmann wegen Betrugs verurteilt

Dresden (dpa/sn) - Das Dresdner Landgericht hat am Donnerstag einen Versicherungskaufmann wegen Betrugs und Fälschung zu drei Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der 37-Jährige hat laut Anklage als selbstständiger Vertreter zwischen 2008 und 2012 einen Schaden von mehr als 1,3 Millionen Euro verursacht. Der Angeklagte beschrieb ausführlich, wie er seine Gewinne als erfolgreicher Verkäufer immer weiter hatte steigern wollen. So verkaufte er Kapitalanlagen, die es nicht gab, oder kassierte Provisionen für erfundene Rentenversicherungen. Bei seiner Firma reichte er gefälschte Unterlagen ein oder kündigte bestehende Versicherungen und leitete die Rückzahlungen auf sein eigenes Konto.

Nach den Worten der Vorsitzenden Richterin Michaela Kessler machte es die Firma dem Angeklagten leicht. Es sei ein Problem, wenn sie den Mitarbeiter kontrollieren müsse, zugleich aber von dessen hohen Umsätzen profitiere, sagte sie in der Begründung des Urteils. Als die Betrügereien 2012 aufzufliegen drohten, hatte sich der Mann in die Dominikanische Republik abgesetzt und dort eine Familie gegründet. Erst im Februar 2016 war er gefasst worden. Der 37-jährige gab an, mit dem Geld seinen luxuriösen Lebensstil finanziert, aber auch Kunden ausgezahlt zu haben, damit seine Betrügereien weiterhin unbemerkt blieben. «Das war ein Schneeballsystem», sagte Kessler. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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