Was tun gegen hohe Dispozinsen?

Plötzlich notwendig gewordene Anschaffungen stellen viele Menschen vor Probleme. Spontane Anschaffungen, die das Portemonnaie belasten können oftmals zu finanziellen Engpässen führen. Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland kann sich unerwartete Ausgaben von mehr als 940 Euro nicht leisten. Die Lösung: Der Dispokredit. Doch wann genau greifen die Banken ihrem Kunden unter die Arme und was kann man gegen eine hohe Verzinsung dieses Kredites tun?

Der Dispo - ein Retter in der Not?

Um diese Frage zu klären, sollte erst einmal genau geschaut werden, wie der Dispokredit eigentlich funktioniert. Ein häufig eintreffendes Problem: eine unerwartete Ausgabe zieht das Girokonto ins Minus - und in genau dieser Aussage greift bereits der Dispo. Denn wird das Konto überzogen, gewährleisten die Banken dem Kontoinhaber einen Kredit. Die Grundvoraussetzung ist im Gegenzug ein geregeltes Einkommen (was Sonderfälle aber nicht ausschließt). Kommt der Dispokredit zum Einsatz, so fallen automatisch Zinsen auf das geliehene Geld an. Die Höhe kann aber auch hier stark variieren. Wird der Dispositionsrahmen überzogen, ist der Kontoinhaber im Zweifelsfall mit einem Überziehungszins belastet, welcher noch deutlich über dem Dispozins liegt. Stellt sich also die Frage, wie man den hohen Verzinsungen aus dem Weg geht.

Der hohe Dispozins muss nicht sein!

Denn wer gar nicht erst das Darlehen der Bank in Anspruch nimmt, der muss sich keine Gedanken um eine Rückzahlung machen. Klingt simpel, doch genauso ist es. Als allererster Schritt sollte daher immer eine für den Notfall verfügbare Reserve bereit liegen, um plötzliche Kosten decken und einen Dispo vermeiden zu können. Im Internet kann zudem jeder einen günstigen Anbieter finden, um auf anderen Wegen einen Kredit in Anspruch zu nehmen, als bei der Hausbank. Doch welche Alternativen gibt es noch?

  • Ist meine Bank die richtige?
    Wer auf diese Frage nur sehr unsicher antworten kann, sollte gerade im Falle hoher Dispozinsen über einen Bankwechsel nachdenken. Besonders Direktbanken, also Banken die meist online vertreten sind und keine persönliche Anlaufstelle haben, bieten hierbei günstigere Alternativen. Ein Bankwechsel sollte jedoch gut überlegt sein und nicht nur an den Zinsen des Dispos festgemacht werden.
     
  • Der Dispokredit ist keine Dauerlösung!
    Denn selbst niedrige Zinsen auf das geliehene Geld sind um Dispo meist noch höher als ein günstiger Ratenkredit. Ein Ratenkredit sollte vor allem bei Kontoinhabern, die regelmäßig im Dispo liegen, in Erwägung gezogen werden.
     
  • Hilfe vom Profi
    Wenn der Dispokredit zum Standard wird und kein Ausweg ist Sicht ist, kann auch die professionelle Beratung ein guter Tipp gegen die Schuldenfalle sein. Denn Schuldnerberater finden das Übel direkt dort wo es liegt und helfen bei den entsprechenden Gegenmaßnahmen, damit der Dispo - wenn überhaupt - wieder zur Ausnahme wird.

Letztlich sollte unbedingt vermieden werden, die Minus-Schwelle auf dem Girokonto zu übertreten, um später nicht mit unnötigen Kosten belastet zu werden. Wer mehr über den Dispozins seiner Bank erfahren möchte, findet Informationen dazu auf seinen Kontoauszügen oder im Preisverzeichnis der Bank. Es lohnt sich ein genauer Blick mit anschließendem Vergleich.

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