Ehemaliger CFC-Trainer: «Ging nicht mehr um Fußball»

Chemnitz (dpa) - David Bergner hat sich erstmals nach seinem Rücktritt als Trainer des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC öffentlich geäußert und das Umfeld des Clubs scharf kritisiert. Zwar ging der 45-Jährige nicht auf die Hintergründe seiner Entscheidung ein, zeigte aber Unverständnis für die Zustände beim CFC. «Dann der 9. März als Höhepunkt. Der hat deutlich aufgedeckt, was in diesem Verein alles nicht passt. Es war für den CFC in meinen Augen der Super-Gau, spätestens seit diesem Tag ging es leider nicht mehr um Fußball in Chemnitz», sagte Bergner der «Bild»-Zeitung (Montag).

Am 9. März war vor dem Spiel gegen Altglienicke eine öffentliche Trauerbekundung für einen verstorbenen Rechtsradikalen abgehalten worden. Der inzwischen entlassene Stürmer Daniel Frahn hatte zudem bei seinem Torjubel ein T-Shirt mit der Aufschrift «Support your local Hools» (Unterstütze deine lokalen Hools) in die Höhe gehalten.

Bergner war auf eigenen Wunsch am vergangenen Mittwoch beim Tabellenvorletzten freigestellt worden. Bis zur Vorstellung eines neuen Cheftrainers werden Co-Trainer Sreto Ristic, Assistent Christian Tiffert und Torwart-Trainer Marcel Höttecke die Mannschaft betreuen. André Meyer, der als Kandidat für die Nachfolge Bergners gehandelt wurde, hat dem CFC nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Absage erteilt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...