Arsenal-Übernahme durch Kroenke perfekt

Der englische Fußball-Spitzenklub FC Arsenal ist nahezu komplett durch den US-Amerikaner Stan Kroenke übernommen worden. Der 71-Jährige besaß über seine Firma Kroenke Sports & Entertainment bereits 67 Prozent der Anteile des Klubs von Mesut Özil und hat nun die 30 Prozent des Russen Alischer Usmanow erworben. Kroenke soll demnach rund 540 Millionen Pfund, umgerechnet 604 Millionen Euro, für Usmanows Anteile bezahlt haben.

"Ich habe mich entschieden, meine Anteile am Arsenal Football Club, der der beste Fußballklub der Welt sein könnte, zu verkaufen", teilte Usmanow am Dienstagnachmittag in einem Statement mit. Der 64-Jährige hatte in der Vergangenheit selbst versucht, die Mehrheit beim FC Arsenal zu übernehmen.

Kroenke hatte am Dienstagmorgen mitgeteilt, Usmanow ein offizielles Angebot unterbreitet zu haben. "Wir bei KSE gehen mit diesem Angebot weiter den Weg, den Klub zu 100 Prozent zu übernehmen", sagte Kroenke in dem Statement. "Wir schätzen Herrn Usmanows Einsatz für den Arsenal Football Club und die besondere Geschichte, die der Klub repräsentiert", hieß es weiter.

Kritik an der Übernahme gibt es vom Arsenal Supporters' Trust (AST). Die Fanvereinigung sieht einen "entsetzlichen Tag" für den Klub, der zu wichtig, um von nur einer Person geführt zu werden, heißt es weiter. "Wenn Stan Kroenke den Klub komplett in seine privaten Hände bringt, bedeutet das das Ende der Möglichkeit für Fans, Anteile am Klub zu halten und die Werte des Klubs zu wahren", teilte der AST mit.

Kroenke gehört seit 2008 dem Vorstand des FC Arsenal an. Im April 2011 übernahm er die Mehrheit an dem Klub. Der Amerikaner besitzt in seiner Heimat mehrere Sport-Franchises, darunter unter anderem die Los Angeles Rams aus der Football-Profiliga NFL und die Denver Nuggets aus der Basketball-Profiliga NBA.

In Inglewood nahe Los Angeles lässt Kroenke derzeit das wohl teuerste Stadion der Welt bauen, dieses soll 2020 eröffnet werden. Zusammen mit einem riesigen Unterhaltungskomplex belaufen sich die Kosten auf geschätzte fast fünf Milliarden Dollar.

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