Sachsenpokal: CFC muss zittern, Zwickau souverän

Der Chemnitzer FC und der FSV Zwickau setzten sich gegen zwei Klassen tiefer spielende Gegner durch.

Aue/Eilenburg.

Der Chemnitzer FC musste am Sonntag vor 3.450 Zuschauern viel Mühe aufwenden, um ins Viertelfinale des Fußball-Sachsenpokals einzuziehen. Der souveräne Spitzenreiter der Regionalliga Nordost bezwang im Erzgebirgsstadion Aue den FC Lößnitz aus der Landesliga 4:2 (2:1). Allerdings stellte das Team von Cheftrainer David Bergner erst in der Schlussviertelstunde die Weichen auf Sieg. Bis zur 77. Minute hatte es durch je zwei Tore des Chemnitzers Tobias Müller sowie des agilen Karsten Werneke 2:2 gestanden. Dann war es der in der 62. Minute eingewechselte Daniel Frahn, der mit zwei Treffern den Endstand herstellte. "Wir waren nicht immer zielstrebig genug, der Gegner hat unsere Fehler bestraft", sagte Bergner. Dabei dachte er insbesondere an den Ausgleich zum 1:1 in der 19. Minute. In diesem Moment rutschte Torwart Florian Sowade eine Rückgabe durch, er konnte den heranstürmenden Werneke nur auf Kosten eines Elfmeters stoppen. Der gefoulte Spieler trat selbst an und verwandelte eiskalt. Der Schiedsrichter hatte dem CFC-Keeper wegen des Fouls sogar die Rote Karte gezeigt, nach Rücksprache mit seinem Linienrichter aber in Gelb abgemildert. "Meine Jungs waren megaheiß und haben sich förmlich zerrissen. Was sie gegen den Regionalligisten geleistet haben, war alle Ehren wert", sagte der Lößnitzer Trainer Rene Klingbeil.

Auch Drittligist FSV Zwickau gab sich beim Oberliga-Fünften FC Eilenburg keine Blöße und siegte mit 3:0 (2:0). Im zehnten Anlauf gewannen die Westsachsen erstmals wieder ein Pflichtspiel gegen die Eilenburger, die auf ihren Coach Nico Knaubel, der im Hauptberuf Verbandstrainer ist, verzichten mussten. Als doppelter Torschütze setzte sich Lion Lauberbach ins Szene. Der 1,92 Meter lange Stürmer brachte des FSV nach zwölf Minuten mit einem Drehschuss in Führung. Beim 2:0 schloss der Neuzugang, der erst am Samstag in Wiesbaden sein Startelfdebüt in der 3. Liga im FSV-Trikot gegeben hatte, mustergültig ab. Das 3:0 besorgte mit dem eingewechselten Manolo Rodas ebenso ein Spieler, der bei den Rot-Weißen bisher im Punktspielalltag nur Kurzeinsätze bekam.

"Ich bin froh, dass die Mannschaft die Partie so angenommen hat. Mich freut es für die Spieler, die lange nicht gespielt haben bzw. die hereingekommen sind und sich gut beteiligt haben", schätzte Trainer Joe Enochs ein. Einziges Manko: die Chancenverwertung: "Da hätte ich mir das eine oder andere Tor mehr gewünscht." Durch den letztlich ungefährdeten Sieg können die Zwickauer mit breiter Brust am Sonnabend im Heimspiel gegen Unterhaching auflaufen. Die erste Bewährungsprobe ohne Abwehrchef Toni Wachsmuth (Jochbeinbruch) hat der FSV mit der Dreier-Abwehrkette (Barylla, Sorge, Antonitsch) bestanden. kbe/tp

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