Streit um Spieler-Verträge: Dänemark droht UEFA-Bannstrahl

Der dänischen Nationalmannschaft droht der Bannstrahl der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Dänemarks Verband DBU sucht händeringend nach einer Mannschaft, um am Mittwoch zum Test in der Slowakei sowie vier Tage später in der Nations League gegen Wales antreten zu können. Aufgrund von Streitigkeiten um Werbeverträge mit dem Verband kam es bislang nicht zu einer Einigung mit dem Stammpersonal der dänischen Auswahl. Das berichten übereinstimmend verschiedene Medien.

"Die DBU erzählt eine Geschichte, in der wir als gierig erscheinen und so, als hätten wir nichts anderes als unseren Geldbeutel im Sinn", sagte Dänemark-Star Christian Eriksen von Tottenham Hotspur dem Ekstrabladet: "Aber es sind wir Spieler, die dem Verband jedes Jahr einen beträchtlichen Millionen-Überschuss bescheren. Es ist nicht in Ordnung, dass von uns ein falsches Bild als Schurken gezeichnet wird." Das Verbandsverhalten sei "unfair", so Eriksen weiter.

Zuletzt hatten die Verhandlungen mit der Spielergewerkschaft keinen Abschluss gefunden, eine Einigung war nicht in Sicht. Sollte der dänische Verband keine Mannschaft für die Spiele finden, drohen Sanktionen der UEFA - bis hin zu einer Sperre. Laut UEFA gilt das ausdrücklich auch für den Test in der Slowakei.

Zumindest diese Begegnung soll aber stattfinden. Eine Sprecherin des slowakischen Fußball-Verbandes erklärte, der dänische Verband habe am Montag eine Zusage für die Partie gegeben.

Schon beim Frauenteam hatte es Dissonanzen gegeben, sodass ein WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden abgesagt werden musste. Die UEFA hatte daraufhin gedroht, dass bei einer Wiederholung eine Sperre drohe. Der DBU wurde im vergangenen November mit einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro belegt.

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