Vorfreude auf DFB-Pokal - Ein Platz nach Finals noch frei

Knapp drei Wochen vor der Auslosung der ersten Runde stehen fast alle Teilnehmer des DFB-Pokals fest. Ein Sechstligist qualifiziert sich spektakulär. Zwei westfälische Teams hoffen noch.

Berlin (dpa) - 63 von 64 Tickets sind vergeben: Nach dem Finaltag der Amateure dürfen sich Dorfclubs und krisengeschüttelte frühere Fußball-Bundesligisten auf den DFB-Pokal freuen.

Der klassentiefste Verein schaffte es besonders dramatisch in den lukrativen Wettbewerb. Die wichtigsten Fakten zu den Landespokalfinals und zur bevorstehenden Auslosung.

VORFREUDE: Der 15. Juni wird im Kalender der Spieler und Verantwortlichen des FSV Salmrohr fett markiert sein. An diesem Tag wird im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die erste Runde des DFB-Pokals ausgelost - und der Sechstligist ist als klassentiefster Club dabei. Dabei sah es gegen Oberligist TuS Koblenz nach dem Gegentreffer zum 0:2 in der 89. Minute klar nach einem Favoritensieg aus. Durch Tore in der vierten und fünften Minute der Nachspielzeit glich Salmrohr jedoch aus und siegte letztlich im Elfmeterschießen. «Wir haben hier unser Schweine-Gesicht gezeigt», sagte FSV-Trainer Lars Schäfer. «Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs.»

BLAMAGE VERMIEDEN: Der 1. FC Kaiserslautern verhinderte nur knapp das erste Jahr ohne Cup-Teilnahme seit der Bundesliga-Gründung 1963. Erst in der 90. Minute verwandelte Christian Kühlwetter am Samstag einen Foulelfmeter zum 2:1-Sieg für den viermaligen deutschen Meister gegen Regionalliga-Absteiger Wormatia Worms. Durch den Erfolg sicherten sich die krisenerprobten Pfälzer wie alle Landespokalsieger nicht nur die Cup-Teilnahme in der kommenden Saison sondern auch die damit verbundene TV-Prämie. In der abgelaufenen Spielzeit betrug diese in der ersten Runde immerhin 121 000 Euro.

POKAL-EXPERTE: Hansa Rostocks Trainer Jens Härtel sorgte für ein Novum: Der 49-Jährige gewann mit dem früheren Erstligisten den Pokal von Mecklenburg-Vorpommern und hat damit als Spieler, Co-Trainer und Chefcoach in fünf verschiedenen Verbänden den Landespokal gewonnen.

KLANGVOLLE NAMEN: Früher spielten der Wuppertaler SV und der KFC Uerdingen im Europacup, am Samstag trafen sie im Finale des Niederrheinpokals aufeinander. Uerdingen siegte 2:1 und ist damit ebenso im DFB-Pokal dabei, wie Regionalligist Alemannia Aachen nach einem 3:1 gegen Drittliga-Absteiger Fortuna Köln. Der frühere Bundesligist FC Energie Cottbus setzte sich im Brandenburger Pokal gegen den Viertligisten FSV Optik Rathenow durch.

DIE WEITEREN SIEGER: In Sachsen sicherte sich der Chemnitzer FC in Anwesenheit von Ex-Nationalmannschafts-Kapitän Ballack den Titel. Zudem zogen die Würzburger Kickers (Bayern) ebenso in den DFB-Pokal ein wie der SSV Ulm 1846 (Württemberg), Atlas Delmenhorst (Niedersachsen), der SV Rödinghausen (Westfalen), der FC Oberneuland (Bremen), der TuS Dassendorf (Hamburger Fußballverband) und der FC Viktoria (Berlin). Auch der VfB Lübeck (Schleswig-Holstein), 1. FC Saarbrücken (Saarland), FC Villingen 08 (Südbaden), SV Wacker Nordhausen (Thüringen), der Hallesche FC (Sachsen-Anhalt) und der Karlsruher SC (Baden) setzten sich in ihren Endspielen durch.

LETZTES TICKET: Um den letzten offenen Platz im Starterfeld des DFB-Pokals spielen zwei westfälische Vereine am 30. Mai. Oberligist TuS Haltern trifft auf den SC Verl aus der Regionalliga.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...