Afghanischer Junge verlässt Klinikum

In Rodewisch ist ein siebenjähriges Kind behandelt worden. Nach erfolgreichen Eingriffen kann er bald wieder nach Hause.

Rodewisch.

Eine aufregende Zeit geht für den siebenjährigen Amiri am heutigen Mittwoch im Vogtland zu Ende. Der Junge aus Afghanistan wurde seit Mitte August auf der Kinderstation des Klinikums Obergöltzsch wegen einer Knochenmarksentzündung des linken Unterschenkels behandelt. Nach dem Ende dieser Behandlung kommt er nun in ein Friedensdorf, aus dem er nach einer Rehabilitation in seine Heimat zurückkehrt.

In Rodewisch wurde er laut einer Mitteilung des Klinikums von Fachärzten zweimal operiert. Zusätzlich verabreichte man dem jungen Patienten eine Antibiotikabehandlung, um weitere Infektionen zu bekämpfen.

"Amiri hat sich schnell eingelebt, ist aber lieber für sich. Er liebt Essen und Fernseher gucken", sagt Schwester Carolin Markus-Sternkopf, die im Mutter-Kind-Zentrum arbeitet. Lange Zeit habe Amiri kein Wort gesprochen, inzwischen habe er begonnen, Worte nachzusprechen. "Falls er Heimweh hatte, hat man ihm es nicht angemerkt. Wir haben versucht, ihm den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich zu gestalten", so Schwester Carolin. Auch seinen Geburtstag feierte der Junge im Vogtland. Jetzt freue er sich auf aber laut dem Klinikum auf Zuhause.

Das Klinikum arbeitet seit 17 Jahren mit dem Friedensdorf International auf dem Gebiet der Unfallchirurgie und Pädiatrie zusammen. Seitdem halfen die Ärzte 25 schwer verletzten Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. (lh)

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