Birkhuhnzoff: Ornithologen melden Erfolg

Ministerium erfülle nun Forderungen der Initiative

Auerbach/Dresden.

Wende im Streit um Sachsens Birkhuhnschutzprogramm: Das Ministerium habe eingelenkt und einen überarbeiteten Entwurf vorgelegt, der nahezu deckungsgleich mit den Forderungen der Naturschützer sei. Das meldet der Auerbacher Ornithologe Michael Thoß von der Initiative Birkhuhnschutz Sachsen nach einem Termin am Dienstag in Dresden. Demnach sei unter anderem die ursprünglich vorgesehene Halbierung einer Kernfläche für das Birkhuhn im Vogelschutzgebiet Westerzgebirge/Vogtland vom Tisch. "Wir sind zufrieden", so Thoß.

Jahrelang haben Naturschützer und der Sachsenforst unter Regie des Umweltministeriums um einen wirksamen Schutz der seltenen Raufußhuhnart gerungen. Zuletzt waren die Bestände in den vier Vogelschutzgebieten vom mittleren Erzgebirge bis ins Vogtland stark zurückgegangen. Naturschützer und Linken-Politiker hatten den Forst als Verursacher ausgemacht und dem Minister vorgeworfen, hier seiner Weisungsberechtigung nicht nachzukommen. Schließlich lehnten die Ornithologen einen ersten Entwurf für das Artenhilfsprogramm ab und drohten, den per EU-Richtlinie vorgeschriebenen Schutz des Birkhuhnes über Brüssel durchzusetzen. Eine Anfrage ans Umweltministerium blieb gestern unbeantwortet. (suki)

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