Bis zum Advent soll Wildenauer Mehrzweckgebäude fertig sein

Die "Alte Ausnäherei" ist eine Baustelle. Das ehemalige Fabrikgebäude wird saniert. Während das Gebäude selbst in diesem Jahr noch fertig werden soll, folgen die Außen- anlagen 2020.

Wildenau/Steinberg.

Seit reichlich drei Monaten ist die "Alte Ausnäherei", wie die Wildenauer das Mehrzweckgebäude abseits der Plohnbachstraße nennen, eine Baustelle. Die ehemalige Bürstenfabrik, die später von einem Textilbetrieb genutzt wurde und heute Domizil für Vereine, Ortsteilbibliothek und Bauhof ist, wird zurzeit saniert. "Bis zum 1. Advent wollen wir fertig sein", kündigt Steinbergs Bürgermeister Andreas Gruner (parteilos/CDU-Mandat) beim Gang über die Baustelle an. Denn zusammen mit dem Weihnachtsmarkt in Wildenau halten die örtlichen Kleintierzüchter ihre Ausstellung ab - im Mehrzweckgebäude.

60 Fenster wurden an dem ehemaligen Fabrikgebäude ausgewechselt, die Fassade neu verputzt, ein Schornstein abgerissen, zählt Gruner die sichtbaren Veränderungen auf. Das Dach wurde schon zuvor auf Vordermann gebracht, zurzeit erhält das Gebäude im Erdgeschoss ein Rampe als barrierefreien Zugang und behindertengerechte Toiletten.


Das Mehrzweckgebäude ist in diesem Jahr Steinbergs größte Investition, 600.000 Euro stehen dafür aus dem Förderprogramm "Vitale Dorfkerne" zu Verfügung. Zu dem Projekt gehört auch die Neugestaltung eines Dorfplatzes am Kindergarten, auf einer durch Abriss frei gewordenen Fläche.

Ein öffentlicher Spielplatz, der auch vom benachbarten Kindergarten genutzt werden soll, eine Grünanlage und der Zugang zum modernisierten Mehrzweckgebäude sind Bestandteil der Planung. Doch das Vorhaben, für das im September die Bauarbeiter und Landschaftsgärtner anrücken sollten, hat der Gemeinderat aufs nächste Jahr verschoben. "Notgedrungen", wie Gruner unter Hinweis auf die jüngste Sitzung des Gemeinderates sagt: Dort wurde die Ausschreibung für die Platzgestaltung aufgehoben, die Angebote lagen mit knapp 340.000 Euro vom günstigsten Anbieter "deutlich über unserem geplanten Budget", so der Bürgermeister.

Inzwischen sei man die Dorfplatz-Planung mit den Architekten nochmals durchgegangen, hier und da seien Einsparungen möglich - "ohne dass wir Abstriche an der künftigen Nutzung machen müssen", betont Andreas Gruner. Im Herbst werde die Gemeinde die Bauarbeiten für den neuen Dorfplatz erneut ausschreiben, um bessere Angebote zu erzielen. "Jetzt sind die Auftragsbücher der Firmen voll, für 2020 sieht das noch anders aus", so Gruners Hoffnung.

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