Deutlich weniger Mietschulden

Energiesparen macht sich gleich doppelt bezahlt: Im Geldbeutel der Mieter und in der Statistik der Auerbacher Wohnbau.

Auerbach.

Die Auerbacher Wohnbau GmbH (Awo) hat ein Erfolgsgeheimnis: Sie senkt die Mietschulden mithilfe niedriger Betriebskosten. Unter anderem damit ist es dem Unternehmen gelungen, die Mietschulden pro Wohnung von 125,91 Euro im Jahr 2013 um knapp zwei Drittel auf 44,44 Euro im Vorjahr zu verringern. Das geht aus dem Jahresabschluss der Awo für 2017 hervor. Mit den 44,44 Euro liegt das Unternehmen deutlich unter dem sächsischen Durchschnitt von 72,76 Euro Mietschulden pro Wohnung. Bei einem Bestand von knapp 2000 Wohnungen sitzen die Auerbacher aber immer noch auf einem Mietschuldenberg von 87.000 Euro.

"Unsere Wohnungen sind überwiegend energetisch saniert und wir bieten Energieberatungen an", nennt Wohnbau-Geschäftsführerin Dagmar Blechschmidt Gründe für diese positive Entwicklung. Das führe dazu, dass die meisten Mieter ein Guthaben bei den Betriebskosten haben und keine Nachzahlungen leisten müssen. Denn ausstehende Nachzahlungen würden sich in den Mietschulden der Wohnbau genauso negativ niederschlagen wie nicht gezahlte Miete.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibe dem Unternehmen bei Außenständen manchmal nur die Kündigungsklage, auf die in Einzelfällen die Zwangsräumung folgt. "Das ist eine Härte für alle Seiten", so Dagmar Blechschmidt. Im Vorjahr gab es bei der Wohnbau zwei Zwangsräumungen. Seit 2007 schwankt diese Zahl zwischen einer und acht Räumungen im Jahr.

Genauso wie bei den Mietschulden versuchen die Awo-Mitarbeiter auch, dem Leerstand mit neuen Ideen zu begegnen. Die Leerstandsquote lag Ende des Vorjahres bei 7,4 Prozent. Das sind in absoluten Zahlen 145 von insgesamt knapp 2000 Wohnungen. Um den Leerstand zu verringern, setzt die Wohnbau laut Dagmar Blechschmidt auf attraktive Zuschnitte von Wohnungen. Deshalb lässt das Unternehmen bewusst Räume leer stehen, damit die Mieter die Zimmergrößen nach ihren Vorstellungen festlegen können. Dabei wurden im vergangenen Jahr zwölf Wohnungen zusammen gelegt. Außerdem würden vor allem Familien mit Kindern Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern Fläche angeboten.

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