Dorfstädter sollen bei Platzgestaltung mitreden

Der Stadtteilbeirat macht sich Gedanken über die Nutzung des Geländes, auf dem einst das Ferienheim "Güstrow" stand. Jetzt sollen Bürger mitentscheiden.

Dorfstadt/Falkenstein.

Noch ist die Fläche, wo das Ferienheim "Güstrow" stand, eher unansehnlich. Das soll sich ändern. Zwar drängt die Zeit nicht, Dorfstadts Stadtteilbeirat und Falkensteiner Stadtvertreter ließen zur jüngsten Ratssitzung dennoch durchblicken, dort so bald wie möglich für Ordnung sorgen zu wollen. Am Gestaltungskonzept scheiden sich momentan noch die Geister: Bürgerprojekt oder professionelles Herangehen? Die Frage musste im Raum stehen bleiben.

Grundlage erster Diskussionen bildete ein zu Papier gebrachter Entwurf von Jens Uhlmann. Er sprach sich dafür aus, auf der kommunalen Brachfläche eine Streuobstwiese anzulegen und als oberen Geländeabschluss jenseits der Reumtengrüner Straße Beerenhecken zu pflanzen. Eine Sitzecke soll zum Verweilen einladen, ein Insektenhotel kleine Nutztiere anlocken. Uhlmann stößt sich allerdings am vorhandenen Sickergraben. Der müsse größtenteils zurückgebaut werden, forderte er. Zumal sich dort häufig Unrat ansammelt. Es sei notwendig, einen geordneten Wasserabfluss herzustellen, betonte Uhlmann. Das würden auch die Anwohner erwarten.

Am Ratstisch wurde der Entwurf fast durchweg für gut befunden. Michaela Bernhardt vom Falkensteiner Stadtbauamt konnte sich mit einer Sache jedoch nicht anfreunden: "Ich muss sehr davor warnen, den Sickergraben wegzunehmen, nur weil dort Unrat hineingeschmissen wird", entgegnete sie. "Es kommen auch mal wieder andere Zeiten mit viel Regen, Schnee, Schmelzwasser und Frost." Solche Gräben würden aus Erfahrung angelegt, müssten aber auch gepflegt werden, sagte die Stadtbaudirektorin.

Die Variante, Bürgern die Geländegestaltung und -pflege zu übertragen, traf bei vielen Räten auf Zustimmung. Mario Damm hält es für das oberste Gebot, "überlegt zu handeln." Das Ganze müsse Niveau haben, gab er zu bedenken und äußerte Zweifel an einem Bürgerprojekt nach Rodewischer Vorbild. "Es ist ein sehr guter Gedanke, aber so etwas funktioniert in den seltensten Fällen", sagte Damm.

Stadtteilbeiratschef Friedemann Weller plädierte indes für eine einfache Lösung. Sowohl er als auch Jens Uhlmann sind eigenen Worten zufolge optimistisch, mit dem Bürgerprojekt gut zu fahren. Von mehreren Seiten kam der Vorschlag, jüngere Leute ins Boot zu holen. Somit soll es als nächsten Schritt einen Aufruf geben. Um einschätzen zu können, bei wie vielen Dorfstädtern Interesse besteht, sich zu beteiligen. Einige hätten Weller zufolge bereits Unterstützung signalisiert.

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