Ehrung für stille Lebensretter

Viele Menschen gehen regelmäßig zum Blutspenden. Sie wollen helfen. Die Wege, wie sie dazu kommen, sind unterschiedlich.

Lengenfeld.

Bei der Rodewischerin Angela Heinzmann-Berger war es der Zufall, der sie zur Blutspenderin hat werden lassen: "Ich habe früher in der Gärtnerei des Rodewischer Krankenhauses gearbeitet. Dort war es selbstverständlich, dass alle Mitarbeiter regelmäßig zum Blutspenden gegangen sind. Wir haben da gar nicht groß darüber nachgedacht."

Solche stillen Helfer und Lebensretter wie die Rodewischerin wurden vergangene Woche bei einer Feierstunden durch die DRK Kreisverbände Vogtland/Reichenbach und Auerbach geehrt. Dabei trafen sich diesmal 85 Frauen und Männer in Lengenfeld, die zum 50. oder 75. Mal Blut gespendet haben.


Angela Heinzmann-Berger erhielt die Ehrung für 50 Blutspenden. Während sich beruflich für sie einiges geändert hat - sie arbeitet heute als freiberufliche Zirkuspädagogin - ist sie beim Blutspenden geblieben. Das macht sie immer noch, inzwischen häufig in Lengenfeld. "Ich bekomme immer eine Einladung zu den Terminen. Inzwischen kenne ich die Leute vom DRK gut und gehe sehr gern hin, weil das eine freundliche und sympathische Truppe ist, bei der es auch immer etwas zu lachen gibt", sagt die Rodewischerin.

Ähnlich wie die Frau kam auch der Lengenfelder Thomas Pollrich eher zufällig zum Blutspenden: Beim Blick auf die Hinweistafeln zur Blutspende hatte er die spontane Idee hinzugehen. "Ich wollte helfen", nennt er seinen Beweggrund. Viele Jahre hat er anderen geholfen, ohne darüber nachzudenken. Vor einem Jahr war der Blutspendetermin eine Hilfe für ihn. Bei den regulären Untersuchungen vor jeder Spende fielen dem Arzt Unregelmäßigkeiten beim Puls auf. "Das wurde näher untersucht und so stellte sich heraus, dass ich Herzrhythmusstörungen habe. Ohne die Blutspende wäre das erst viel später aufgefallen", so der Lengenfelder. Jetzt darf er auf ärztlichen Rat kein Blut mehr spenden, seine 50. Spende war die letzte.

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