Grüne Liga stimmt Plan nicht zu

Industriegebiet Siebenhitz: Ausgleich wird vermisst

Falkenstein.

Mit dem Bebauungsplan für das Industriegebiet Falkenstein-Siebenhitz erklären sich nicht alle der insgesamt 66 beteiligten Träger öffentlicher Belange einverstanden. Während seiner jüngsten Sitzung fasste der Stadtrat den Beschluss zur Abwägung eingegangener Stellungnahmen, die sich auf die 1. Änderung des ausgelegten Planentwurfs inklusive Umweltbericht und Grünordnungsplan beziehen. 40 Behörden, Nachbargemeinden und sonstige Träger hatten sich dazu geäußert.

Anregungen reichten fünf Akteure ein: Die Fachbereiche Bauplanung, Denkmal- und Naturschutz beim Landratsamt Vogtlandkreis, die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (Mitnetz) und der Regionalbauernverband. Sie lehnten die Änderung jedoch nicht ab. Anders sieht es bei der Grünen Liga Sachsen aus. Als einziger Träger lehnte sie das Vorhaben ab. Zwar gäbe es keine Einwände gegen den Bebauungsplan zur Erstellung des Industriegebietes an sich, heißt es zur Begründung. "Jedoch deckt der Eingriffsausgleich bei weitem nicht die entstehenden Eingriffe in die Natur." Obwohl eine Ausgleichspflicht für den Eingreifenden, also die Stadt Falkenstein, bestehe. Konkreter Stein des Anstoßes ist eine 14 Hektar große Fläche, die versiegelt werden soll. Als Ausgleich ist ein etwa fünf Hektar kleines Areal von der Stadt vorgesehen. Keinesfalls könnte das kleinere Gebiet die Bodenfunktion des größeren übernehmen, argumentierte die Grüne Liga. Somit sei "zwingend nachzubessern". (dien)

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    Tauchsieder
    03.11.2020

    Nachvollziehbare Entscheidung, eine 9 Hektar große Differenz. Dies sollte doch auch der Stadt Falkenstein im Vorfeld des Planentwurfs aufgefallen sein, da bedarf es keines großen Mathematikers.
    Ende Gelände!