Kleine Kirche vor Gemeindefest top

Rechtzeitig sind die Arbeiten im Schnarrtanner Gotteshaus abgeschlossen worden. Das ist Grund zum Feiern.

Schnarrtanne.

Beim Gemeindefest am kommenden Sonntag kann die Kirchgemeinde von Schnarrtanne nach zweimonatiger Pause wieder Gottesdienst in der Kirche feiern. Pfarrer Rainer Vorwergk ist froh, dass der Termin gehalten werden konnte. Die Kirche wurde grundlegend renoviert, nach 20 Jahren erstmals wieder. "Die Handwerker haben hervorragend mitgespielt, es sind nur noch kleine Restarbeiten nötig."

Kirche und Gemeindehaus bilden in Schnarrtanne eine bauliche Einheit. "Was 1926 aus der Not heraus so gebaut wurde, erweist sich heute als Vorteil", meint der Pfarrer, der quasi Wand an Wand zur Kirche wohnt. Bei der jetzigen Renovierung begannen die Arbeiten am Glockenturm. Als dauerhafte Lösung wurde dort eine zusätzliche Schallöffnung eingebaut, mit der jetzt der Klang der großen Glocke besser zu vernehmen ist. Die Kirche hat drei Glocken.

Vor der Renovierung des Kircheninnenraumes war zunächst zu klären, woher die Wasserschäden an den Wänden rühren. Als Ursache wurde der undichte Balkon an der Pfarrerswohnung ausgemacht. Der wurde abgerissen und neu aufgebaut. Danach konnte es an das Herrichten des Innenraumes gehen. Unter anderem wurde eine Schwerhörigenhöranlage eingebaut, die Wände bekamen einen neuen Farbanstrich, und die Lampen wurden aufgearbeitet. Der Kronleuchter mit seinen Lichterengeln ist für Pfarrer Vorwergk ebenso außergewöhnlich wie das Kreuz auf dem Altar. Es stammt aus der ehemaligen Kapelle von Albertsberg. Wie alle drei Gotteshäuser auf dem Gelände der früheren Heilstätten gehörten auch sie zur Schnarrtanner Kirchgemeinde. Die drei sakralen Gebäude wurden schon vor Jahren geschlossen. Statt auf dem Müll zu landen, entschieden die Schnarrtanner, das Kreuz in ihrer Kirche aufzustellen.

Im Inneren der Kirche fällt die Bemalung sparsam aus. Die früher dunklere Bemalung wich bereits in den 1950er-Jahren einer fast ausschließlich weißen. Dabei ist man jetzt beim Neuanstrich auch geblieben.

Die Renovierungsarbeiten kosten rund 65.000 Euro. Als Eigenanteil muss die Gemeinde 50.000 Euro aufbringen. Mit 450 Mitgliedern ist sie zwar klein, aber der Pfarrer macht sich keine Sorgen, dass der Eigenanteil nicht aufgebracht werden kann. "Ich weiß, dass alle dahinter stehen." Während der Renovierung konnten die Schnarrtanner ihre Kirche nicht nutzen. Gottesdienste wurden in der Friedhofskapelle im Ort abgehalten. Außerdem gab es einen Berg-Gottesdienst. "Zum Gemeindefest am Sonntag ist jeder herzlich willkommen, auch wenn er nicht der Kirchgemeinde angehört", so Vorwergk.

Das Gemeindefest in Schnarrtanne beginnt am Sonntag um 14 Uhr mit dem Gottesdienst. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen. Um 17 Uhr findet ein Konzert mit dem Akkordeon-Duo Heidi und Uwe Steger statt. Der Eintritt dazu ist frei.

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