Kleiner Affenstein Geotop des Monats

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Mit dem Felsen bei Grünbach wurde das Vogtland erstmals in der Kategorie erwähnt. Wie ein Projekt an überregionaler Aufmerksamkeit gewinnt.

Grünbach.

Der zwischen Grünbach und Muldenberg gelegene Kleine Affenstein ist das Geotop des Monats Mai, so Geopark-Geschäftsführer Denis Loos. Nach dem Naturdenkmal Wilde Saudeck bei Schotten-Sichenhausen (Januar), den Saurierfährten von Barkhausen (Februar), der Roten Porphyrwand unterhalb der Burg Mildenstein (März) und dem Backofenfelsen in Freital-Hainsberg (April) ist nun erstmals das Vogtland mit einer geologischen Besonderheit in der Reihe dabei.

Die Felsengruppe des Kleinen Affenstein wird der Hoher-Stein-Quarzitformation zugeordnet, deren Entstehung im Unteren Ordovizium liegt, das vor etwa 510 Millionen Jahren begann und eine Zeitspanne von etwa 40 Millionen Jahren umfasste. Der Hohe Stein/ Vysoký kámen auf der böhmischen Seite des Vogtlands, gegenüber vom Markneukirchner Ortsteil Erlbach, entstand auch in dieser Zeit.

Die Felsengruppe des Kleinen Affensteins ist seit 1938 als Flächennaturdenkmal ausgewiesen. Er ist aktuell eine Station auf dem sogenannten Felsenweg 1, der bereits für das Geopark-Projekt "Sagenhaftes Vogtland" markiert wurde. Die 15 Kilometer lange Tour mit elf Informationsstationen bindet die Rissfälle bei Hammerbrücke den Rehhübel und den Wendelstein mit ein.

Neben dem Kleinen gab es bis 1961 auch einen Großen Affenstein. Dort wurde schon in den 1920er Jahren Schotter für den Straßenbau abgebaut, was ab 1952 die SDAG Wismut weiterführte. Vor 60 Jahren erfolgte die Sprengung der Reste.

Der Name Affenstein hat nichts mit dem gleichnamigen Tier zu tun. In historischen Karten ist er als Uhustein vermerkt. Man nimmt an, dass der Name auf oberfränkische Siedler zurück geht. Dort wird der Uhu als "Auff" bezeichnet. Im Vogtland wurde so aus dem Uhustein der Auffenstein. In der Mundart der Vogtländer entstand daraus wohl der Affenstein.

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