Kontroverse um Paul-Popp-Straße

Wird die Straße grundhaft ausgebaut, oder macht man sie nach dem Kanalbau einfach zu? Darum ging es im Stadtrat.

Falkenstein.

Eine kontroverse Diskussion hat es am Donnerstag im Falkensteiner Stadtrat um den geplanten Ausbau der Paul-Popp-Straße gegeben. Auf der Tagesordnung stand die Vergabe des Planungsauftrags an das Ingenieurbüro Fugmann und Fugmann für knapp 80.000 Euro. Der neu gewählte Abgeordnete Theo Kießling junior (Bürger für Falkenstein, BfF) nahm dies zum Anlass, das Projekt an sich in Frage zu stellen: Eine Million Euro für diese Straße, das sei ihm "einfach zu viel", erklärte er: "Lohnt sich das denn? Die Straße ist doch nach der Edeka-Schließung strategisch nicht mehr wichtig." BfF-Fraktionschef Michael Lienemann sekundierte, es gebe tatsächlich "schlimmere Straßen" in Falkenstein. Es könne sein, dass die Bürger nicht verstünden, warum sie eher ausgebaut wird als andere.

Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) verwies darauf, dass man zwingend den Abwasserkanal in der Paul-Popp-Straße erneuern müsse, um den laufenden Ausbau der Heinrich-Heine-Straße fortsetzen zu können - das sei abwassertechnisch unumgänglich. "Dann müssten Sie den Bürgern erklären, dass wir nur den Kanal hineinlegen, einfach wieder zumachen und die Fußwege krumm und bucklig lassen", so Siegemund zu Kießling. "Ich bin der Meinung: Wenn man was macht, dann richtig." Dies sahen auch die Stadträte Markus Dittrich (CDU) und Jens Uhlmann (Die Linke) so. Wie es aussieht, wenn man es nicht ordentlich macht, könne man in Dorfstadt begutachten, so Uhlmann: "Wo nicht grundhaft ausgebaut wurde, senkt sich der Boden. Halbe Sachen bringen nichts."

Theo Kießling blieb bei seiner ablehnenden Haltung und stimmte am Ende als einziger gegen die Auftragsvergabe, mit der das Projekt vorbereitet wird. Die Stadt rechnet mit Fördermitteln.

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