Läuten soll Hoffnung geben

Auf unbestimmte Zeit werden die Glocken der Falkensteiner Stadtkirche am Abend zum Gebet zu Hause aufrufen.

Falkenstein.

Exakt 20 Minuten nach 20 Uhr läuten in Falkenstein die Kirchenglocken. Jeden Abend fünf Minuten, ohne Ausnahme. Damit will die Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Falkenstein-Grünbach ein Zeichen setzen und Gläubige zum Buß- und Bittgebet in den eigenen vier Wänden aufrufen. Anlass ist die anhaltende Corona-Pandemie, Ideengeber die Initiative "Deutschland betet - In 2020 täglich um 20.20".

Ende März ließen die Glocken im Turm der Kirche Zum Heiligen Kreuz erstmals zu ungewöhnlicher Zeit von sich hören. Zwischendurch kehrte für einige Wochen Ruhe ein. "Der Glockenantrieb war defekt und musste repariert werden", erklärte Pfarrer Jörg Grundmann. Seit Juni wird wieder regelmäßig geläutet. Wie lange noch, ist offen. "Unser Gedanke war, bis die Einschränkungen wieder zurückgenommen werden können", so der Pfarrer. Wahrscheinlich also noch eine ganze Weile. Der Abschluss soll gefeiert werden. "Von unserem Bürgermeister kam der Vorschlag, dass wir am Ende einen gemeinsamen Dank-Gottesdienst veranstalten", schaut der Pfarrer nach vorne.

Die Kirchgemeinde Falkenstein-Grünbach ist nicht die einzige mit diesem Spezialprogramm. Im Gegenteil. An vielen Orten werden evangelische Christen durch verschiedene Initiativen zum Gebet eingeladen. "Es geht darum, dass sich die Krankheit und die Folgen für unser Land nicht so ausbreiten", sagt Jörg Grundmann. "Der Initiative um 20.20 Uhr haben wir uns angeschlossen, weil sie die erste uns bekannte war."

Service Der Gebetsvorschlag ist unter unter www.elukifa.de zu finden.

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