Lengenfelder Formenbauer weiht neue Lehrwerkstatt ein

Weltmarktführer Kobra bildet seit zehn Jahren selbst aus. Ein Fünftel der etwa 300 Arbeitsplätze und fast alle Führungspositionen sind mit Fachkräften besetzt, die aus der Kobra-Schule kommen.

Lengenfeld.

Wie die Post in Sachen Ausbildung und Aufstieg bei Kobra Lengenfeld abgehen kann, das zeigt das Beispiel von Franz Schwabe. Der Lengenfelder skizzierte seine Berufsvita bei der Einweihung der neuen Lehrwerkstatt des Formenbauers für die Betonstein-Industrie: Vor zehn Jahren als einer der ersten Lehrlinge bei Kobra überhaupt Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, ein Jahr Schichtbetrieb als CNC-Fräser, dann Einstieg in die Programmierung von CNC-Maschinen, parallel Ausbildung zum Industriemeister Metall. Und heute ist Franz Schwabe Leiter der Abteilung Programmierung - im Alter von 26 Jahren. "Man sieht, wie sich eine Top-Ausbildung und eine Top-Förderung bei Kobra auswirken können", sagte Franz Schwabe an die Adresse der 29 Lehrlinge des aktuellen Ausbildungsjahrs.

Der Kobra-Nachwuchs findet in der neuen, größeren und mit modernsten Maschinen ausgestatteten Lehrwerkstatt beste Bedingungen vor. "Es sind in der Branche weltweit die besten, dieses Ausbildungs-Niveau gibt es weder in den USA oder in Russland", sagte mit Holger Stichel der geschäftsführende Kobra-Gesellschafter. 250.000 Euro hat der Weltmarktführer in den Ausbau der hauseigenen Ausbildung von Zerspanungsmechanikern, Konstruktionsmechanikern sowie Industriemechanikern und Elektronikern gesteckt. In spezifischen Teilen der Lehre kooperiert der Formenbauer mit dem BSW-Bildungszentrum Mylau, die theoretischen Grundlagen werden im Berufsschulzentrum Reichenbach gelegt. Eine Zusammenarbeit, die sich gut eingespielt hat, sagte Lehrmeister Michael Reißmann: "Wobei man sagen kann, dass die Lehre bei uns auch nach der Ausbildung weitergeht."

Und das auf allen Ebenen, verdeutlichte der Kobra-Chef. "Wir sind deshalb auf dem Weltmarkt so erfolgreich, weil wir qualitativ die besten sind, und weil wir den innovativsten Formenbau haben. Und den haben wir, weil wir Top-Leute haben. Vom Facharbeiter über den Meister und die Ingenieure fließt alles in unser Produkt ein, das macht unseren Erfolg aus." Und dabei spielt die quasi hausintern stattfindende Ausbildung eine immer größere Rolle. Ein Fünftel der etwa 300 Arbeitsplätze ist mit Fachkräften besetzt, die die Kobra-Lehrwerkstatt durchlaufen haben. Durch die Kobra-Schule sind - wie Franz Schwabe - auch nahezu alle gegangen, die Führungspositionen besetzen. Holger Stichel an die Lehrlinge gewandt: "Jeder sollte auf seinem Gebiet versuchen, einen gewissen Selbstanspruch zu entwickeln. Dann gibt es hier gute Arbeit und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Wir bilden aus, um einzustellen."

Diese Ansage gewinnt vor dem Hintergrund der neuesten Kobra-Pläne noch an Aussagekraft. Das Unternehmen plant für nächstes Jahr den Bau einer weiteren Fertigungshalle. Anfang 2018 soll bereits Produktionsstart sein.

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