Maffay-Titel fahren in die Beine

Jahresauftakt mit der vogtländisch-erzgebirgischen Band Nessaja in der Auerbacher Göltzschtalgalerie: Das Publikum tanzte im vollen Saal begeistert.

Auerbach.

Für Fans von Nessaja und Peter Maffay hätte 2020 nicht besser beginnen können. Zum wiederholten Mal engagierte die Auerbacher Göltzschtalgalerie Nicolaikirche quasi beides für ihre erste Veranstaltung. Mit Nessaja gastierte am Samstagabend eine vogtländisch-erzgebirgische Formation, die sich Musik von Maffay verschrieben hat und mühelos den Saal füllte.

Anders als bei vorangegangenen Nessaja-Neujahrskonzerten waren Sitzgelegenheiten eine Randerscheinung. Auf Gästewunsch habe man von einer Komplett-Bestuhlung abgesehen, sagte Einrichtungsleiterin Romy Hartwig. "Die Leute wollen mehr Platz zum Tanzen." Bis in den späten Abend unterhielten Udo und Carsten Zeise, Sascha Kepper und der Grünbacher Christian Nestler ihr Publikum in gewohnter Manier: Sämtliche alte und neue Maffay-Titel sind zwar gecovert, tragen aber auch eine persönliche Handschrift. "Die Jungs machen ihre Sache richtig gut", urteilte Marcel Ammers. Eine sehr gelungene Mischung aus authentisch und eigenständig, fährt er fort. Es sei schön zu sehen, dass Musik alle Generationen unter einem Dach zusammenbringen könne. Viermal stiegen Nessaja bis dato mit Auerbach-Konzerten in eine neue Saison ein. 2020 ist für die vier "Jungs" ein besonderes Jahr: Peter Maffay feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum. "Das wird sich so widerspiegeln, dass wir von seiner neuen LP ,Jetzt!' ein paar Schmankerln heraussuchen", sagte Sänger und Gitarrist Udo Zeise. Am Samstag war die Zeit allerdings noch nicht reif. "Wir brauchen ein bissel länger als Maffay." Als Nessaja waren die Musiker der international gefragten Rock-Coverband Thor 2019 an fast jedem Wochenende unterwegs. "Dieses Jahr wird es auf jeden Fall nicht weniger werden", versicherte Zeise. Einzugsgebiete sind überwiegend die Heimatregionen. "Auf Auerbach freuen wir uns immer sehr", so der Frontmann. "Das ist hier eine herrliche Atmosphäre."

Während der Halbzeitpause blieb es am Samstag nicht ruhig. Mit Nessaja kamen ganz junge Musiker in die Göltzschtalgalerie. Zum zweiten Mal verstärkten Gina-Maria Fritzsche (16) und Lukas Großwendt (19) aus Wolkenstein das Quartett. Man kennt sich schon länger. "Udo ist mein Gesangslehrer", sagte Gina-Maria. Seit sechs Jahren lässt sie bei ihm ihre Stimme schulen. Lukas lieferte die passenden Gitarrentöne. Er strebt nach dem Abitur keine professionelle Musiker-Karriere an. "Nessaja ist eine Art Sprungbrett für uns. Da kann man gut Erfahrung sammeln. Nebenher will ich auf jeden Fall dabei bleiben", sagte der junge Mann. Anders sieht es bei Gina-Maria aus. Sie möchte ihre Gesangs-Leidenschaft zum Beruf machen.

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