Met ist nicht gleich Met - Fachsimpeln in Mylau

Das Burgfest bot den Besuchern eine unterhaltsame Zeitreise. Mancher lernte viel dazu - auch über Honigwein.

Mylau.

Besucher des Festes auf Burg Mylau bekamen am Wochenende einiges zu hören, wenn sie mit Akteuren ins Gespräch kamen: "Met ist nicht gleich Met", zum Beispiel. Hilfreich auch, dass die Muskelknetung im Wohlfühlstübchen eine zauberhafte Behandlung ist. Darüber hinaus wurde ein Programm geboten, bei dem es den Mittelalterfreunden an nichts mangelte.

Der Met-Kenner nannte sich Stephanus der Reisende und kam aus dem österreichischen Waldviertel. Er arbeitete im Auftrag von Alex dem Metsieder, der eine Imkerei am Manhartsberg betreibt. Nach dieser Erhebung in Niederösterreich waren auch die Metsorten benannt, die Stephanus an seinem Stand präsentierte: Manhartsberger Erdbär, Himbär, Heidelbär, Manhartsberger Scotchbeere und Manhartsberger Roter Korsar. Letztere Sorte war es, die ihm beim Stadtfest in Auerbach zuerst ausging. Das Unternehmen ist gerade bei der Markteinführung in Deutschland. Er schwor auf sein Produkt: "Viele sind begeistert, weil es einfach etwas Neues ist. Der Manufaktur-Met unterscheidet sich von dem industriell hergestellten. Er ist ohne chemische Zusatzstoffe und Konservierungsmittel." Er bedauerte, dass an den Metständen sogar bei Mittelalterfesten manchmal nur ein Billigerzeugniss aus dem Supermarkt zu haben sei. Echte Kenner der Szene pflichteten ihm bei.

Die Muskelknetung im Wohlfühlstübchen ist eine zauberhafte Behandlung, das versprach Cora Barth aus Jessen in der Nähe von Lutherstadt Wittenberg. Sie war erstmals beim Burgfest in Mylau. Ihr Wagen, eine Mischung aus Hobbit- und Hexenhaus fällt auf. Deshalb fragten viele zuerst nach dem Schöpfer des Wagens und erst später nach Angeboten wie "engelhafter Muskelknetung" und "zauberhafter Behandlung" für Fuß, Rücken oder den ganzen Menschen - einzelne Gebiete je nach Wunsch ausgenommen. Da kamen schon mal Darsteller vorbei, die die Behandlung von anderen Festen kennen. Wo Cora Barth schon öfter war, seien die Bestellbücher schnell voll. Und wenn es mal nicht so läuft, dann bucht sie Feste wie in Mylau unter Urlaub ab.

In Mylau gefiel ihr, dass so viele Gewandete zum Fest gekommen waren. Auch, wenn für einen Großteil der verbilligte Eintritt Anlass für die Verkleidung war: "Die Burg hat etwas Mystisches. Am meisten bin ich aber von der großen Kirche in Mylau begeistert."

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