Neuer Kandidat fürs Pöhler Rathaus

Mirko Kutzer tritt für Verein zum Erhalt des Naturraums der Pöhl an

Pöhl.

Für die Bürgermeisterwahl am 19. April in Pöhl hat der erste Bewerber seinen Hut in den Ring geworfen. Dabei handelt es sich um Mirko Kutzer aus Gansgrün. Der als Außendienstmitarbeiter bei Trafohersteller ABB tätige Ingenieur wurde am Mittwochabend vom Verein zum Erhalt des Naturraumes Talsperre Pöhl nominiert. 37 der 39 Stimmberechtigten haben Mirko Kutzer ihr Vertrauen geschenkt.

"So geht es nicht weiter in Pöhl", sagt der 41-Jährige zur "Freien Presse". Probleme, Streit, finanzielle Schieflage - es gelte, vieles in Ordnung zu bringen. Obwohl kommunalpolitisch unerfahren, könne er mit seinen beruflichen Kompetenzen Probleme lösen. Nach der Nominierung habe er am Freitag beim Gemeindewahlausschuss die Unterlagen abgegeben. Vereinschef Andreas Rosenkranz spricht von einer etwas überraschenden Kandidatur, "aber wir haben das begrüßt". Der Verein ist mit drei Mandaten zweitstärkste Kraft im Gemeinderat. "Es gibt viel zu reparieren", so Rosenkranz, "Finanzielles und Menschliches."

Bereits vor dem Wahltermin am 1. September 2019 habe er über seine Kandidatur nachgedacht, sagte Kutzer. Doch zu der Zeit hätte er den ehrenamtlichen Bürgermeister-Posten schwer mit seiner beruflichen Situation in Einklang bringen können. Das sei nun alles geklärt.

Gut zwei Monate vorm Wahl- termin hat nur Kutzer die Karten auf den Tisch gelegt. "Ich habe die Bewerbungsunterlagen abgeholt", sagt Bürgermeisterin Daniela Hommel-Kreißl (FDP), abgegeben habe sie die aber noch nicht. "Ich stehe zu meiner Aussage und würde wieder kandidieren", erklärt Lothar Kramer (Freie Wähler). Auch er habe die Unterlagen abgeholt und noch nicht eingereicht. Der parteilose Einzelbewerber Andreas Sachse erklärt hingegen: "Ich trete definitiv nicht an."

Hommel-Kreißl hatte mit 46,6 Prozent die absolute Mehrheit am 1. September verfehlt. Kramer kam auf 33,5, Sachse auf 20 Prozent. Die Stichwahl am 27. Oktober gewann die Bürgermeisterin mit neun Stimmen vor Kramer. Anschließend annullierte die Rechtsaufsichtsbehörde die Wahl wegen Formfehlern. (ur)


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