Neues Video: Klagelied gegen Krise

Joachim Otto und Freunde zur Situation im Handel

Auerbach.

Das Beispiel Simultan macht Schule. Nachdem die Auerbacher Band um Sebastian Fischer Anfang Dezember mit einem Song und dazugehörigem Video ihre Stimme für die unter den Coronabeschränkungen leidende Kultur- und Gastrobranche erhob, legt jetzt ein Auerbach Urgestein nach: Joachim Otto hat am Dienstag das Video zum Lied "Uns steht das Wasser bis zum Hals" online gestellt. Damit möchten er und seine Mitstreiter auf die schwierige Lage des stationären Einzelhandels aufmerksam machen.

Auslöser war der neuerliche Lockdown, sagt Otto. Das Lied habe er gleich zu Beginn am 3. Advent getextet und komponiert, seitdem wurde parallel an der Musikproduktion und am Video gearbeitet, berichtet der Unternehmer und Kommunalpolitiker, der als Präsident des Handelsverbandes Sachsen die Situation seiner Branche kennt.

Kein Geheimnis ist, dass Otto auch ein leidenschaftlicher Musiker ist. Aus diesem doppelten Netzwerk in Handel und Musik gewann Otto die Mitstreiter für "Joachim Otto und Freunde", so der Name des Projektes, dessen Song über Youtube und Facebook abrufbar ist.

Der aus dem Lockdown folgende Ausfall des Weihnachtsgeschäftes bedrohe den Einzelhandel existenziell, so Otto. Entsprechend düster ist die Stimmung, die Song und Video vermitteln: Schwarzweiß-Aufnahmen der menschenleeren Auerbacher Innenstadt, traurige Gesichter von Einzelhändlerinnen in geschlossenen Geschäften und Ottos Appell, der die dramatische Lage der Branche beschreibt.

Musik und alle Gesangsspuren wurden einzeln aufgenommen und von Gregor Steps von Hearyou Sound gemischt; das Video filmte David Rötzschke. Musikalische Unterstützung bekam Joachim Otto unter anderem vom Ekkehard Glaß, Ulrich Bachmann, Steffen Schumann und Silke Fischer. (how)

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    2
    linser
    23.12.2020

    Schöne Idee... Wenn auch Herr Otto, der meinen vollen Respekt und Hochachtung besitzt, an Stellen schalten kann, die und normalen Bürgern vorenthalten sind: "Kommunalpolitiker, der als Präsident des Handelsverbandes Sachsen"... Als CDU- Politiker und in der Position des HV, sowie aus seiner Tätigkeit im KIEZ heraus, könnte er statt Trauer zu verbreiten auch anders und vor allem hoffnungsvoller auf die Situation einwirken. Trotzdem: Jede Aktion hilft! Danke.