"Nikolausgeschenk für Bürger"

Gestern hat der Auerbacher OB den ersten sanierten Abschnitt der Falkensteiner Straße wieder freigegeben. Jahrelang war die Trasse eine Zumutung gewesen.

Auerbach.

Auerbachs Stadtoberhaupt Manfred Deckert (parteilos) sprach von einem Nikolausgeschenk für die Bürger - denn: Die Falkensteiner Straße, vor einiger Zeit von einer Kreis- zur Kommunalstraße herabgestuft, sei lange Zeit eine unzumutbare Buckelpiste gewesen. "Wie oft haben Leute im Rathaus angerufen und sich beschwert", erinnerte er sich.

Das ist nun zumindest auf der halbe Strecke Vergangenheit: Nach einjähriger Bauzeit hat Deckert gestern die ersten 640 grundhaft sanierten Meter bei Roster und Glühwein für die beteiligten Baufirmen wieder freigegeben. Für insgesamt 1,32 Millionen Euro seien auch beidseitig Fußwege erstellt, Wasser- und Abwasserleitungen verlegt sowie 17 Bäume gefällt und 18 neu gepflanzt worden. Die Kosten, die dabei auf die Kommune entfallen, betragen knapp eine Million Euro - etwa 80 Prozent davon gefördert.

Im kommenden Jahr will die Stadtverwaltung mit dem zweiten Bauabschnitt von der Karlstraße bis zum Ortseingang Ellefeld fortfahren. Seit Kurzem ist in dem Zusammenhang klar, dass das Gesamtprojekt fast doppelt so teuer wird wie ursprünglich geplant. Statt der einst angesetzten Gesamtsumme von rund 1,6 Millionen Euro rechnet Bauamtsleiter Patrick Zschiesche nun mit drei Millionen Euro. Vom Stadtrat jüngst abgesegnet, begründet Zschiesche dies mit der allgemeinen Teuerung, gewachsenem Bauumfang und zusätzlichen neuen Bäumen.

Doch auch an anderer Stelle wird das Projekt eine Herausforderung: Da im zweiten Abschnitt die Bahnlinie die Falkensteiner Straße quert, muss sich die Kommune hier mit der Deutschen Bahn abstimmen. Die Stadt dürfe beidseits nur bis auf 25 Meter an den Bahnübergang heranbauen. Und wann die Bahn ihren Teil erledigt, sei offen, so Patrick Zschiesche. Er rechnet mit einer Verzögerung von ein bis zwei Jahren.

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