Oelsnitzer Eisbahn startet mit vielen Neuheiten in die Saison

Nach der improvisierten Premiere im vergangenen Jahr geht der Freizeitspaß am 1. November in die zweite Runde - mit einem überlegten und längerfristigen Konzept.

Oelsnitz.

Der Countdown für die zweite Saison der Oelsnitzer Eisbahn läuft. Derzeit wird die Anlage im Freibad Elstergarten aufgebaut. Am 1. November um 17 Uhr wird die Bahn bei freiem Eintritt für alle Kinder eröffnet. Bis zum 26. Februar, das ist der Faschingsdienstag, können Kufenflitzer täglich von 9 bis 20 Uhr ihre Runden drehen. Die Stadtwerke Oelsnitz als Betreiber der Anlage warten im Vergleich zum Vorjahr mit einigen Neuerungen auf. "Freie Presse" gibt einen Überblick.

Die Bahn: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bahn ein kleines Stück gewachsen - um 50 auf 450 Quadratmeter. Eine Veränderung gibt es auch bei der Organisation des Umfeldes. Die Bereiche Eintritt und Schlittschuhausleihe werden getrennt. Letztere befindet sich jetzt direkt hinter der Bahn. Aus einer alten Bretterbude wurde dort ein neues Schlittschuh-Stadl geschaffen. "Damit verkürzen sich die Wege", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Fritzsch. Gerade Familien, die viel ausprobieren mussten, waren im Vorjahr oft zwischen Bahn und entfernter Ausleihe unterwegs. Ein großzügiger Sitzbereich mit Blick auf die Bahn befindet sich in diesem Jahr an der vorderen Stirnseite. Freien Blick garantiert eine transparente Bande. Die gastronomische Versorgung läuft in bewährter Weise.

Die Technik: Nach der Mietbahn zur Premiere und der anschließenden Grundsatzentscheidung des Stadtrates für eine Eisbahn haben die Stadtwerke investiert: 250.000 Euro gab die städtische Tochter für eigene Bahntechnik aus. Herzstück ist eine Kältemaschine, die im Rückraum der Bahn samt Container für den Sommer eingebaut wurde. Das Ganze steht erhöht, um auch für den Fall eines Hochwassers gewappnet zu sein. Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Fritzsch handelt es sich um hoch effiziente und sehr leise Technik. 1,8 Kilometer Leitungen sorgen unter der Eisfläche für Kühlung. Das Eis selbst soll nicht dicker als zehn Zentimeter werden. Konzept und Planung sind auf fünf Jahre angelegt.

Das Personal: Wie im Vorjahr stellt die Mannschaft das Jobcenter - Menschen mit wenig Chancen auf dem freien Markt, die dennoch sehr motiviert und zuverlässig arbeiten - das sind die Erfahrungen der ersten Saison. Auch hier gibt es bereits eine Absprache für fünf Jahre. Ein Team von zehn Mitarbeitern - es sollen stets dieselben sein - wird die Bahn in zwei Schichten betreuen. Hinzu kommt ein Beschäftigter der Stadtwerke.

Die Extras: Wichtigste Neuerung ist eine Event-Location unter dem Namen Iglu. Es handelt sich dabei um den Raum, der bislang für Eintritt und Verleih genutzt wurde. Neu aufgepeppt, soll er vermietet werden, sodass dort bis zu 60 Personen feiern können. Der beheizte Raum verfügt über einen Beamer. "Es gibt schon einen Schwung Reservierungen", sagt Michael Fritzsch. Außerdem: Die Eisbahn ist mit Profi-Markierungen fürs Eisstockschießen versehen. Dafür kann die Bahn auf Wunsch extra gemietet werden.

Der Hingucker: In einer ausgedienten Bergbahngondel soll der Eintritt kassiert werden. Die Gondel war in den österreichischen Alpen im Einsatz und wird in den nächsten Tagen noch angeliefert.

Die Preise: Erwachsene zahlen 4 Euro, Ermäßigte 3 Euro, Kinder bis sechs Jahre sind frei, eine Familienkarte ist für 12 Euro zu haben: Das sind die Eckdaten der Preisgestaltung. Wer nur zum Schauen oder Glühweintrinken kommt, muss dafür einen Euro berappen. Das Aus- leihen von Schlittschuhen kostet 3 Euro. Ebenfalls möglich ist das professionelle Schleifen von Schlittschuhen, wofür eigens Technik angeschafft wurde. Dafür werden 5 Euro verlangt.

www.eisbahn-oelsnitz.de

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