Radfahrer sollen sicher zum Freizeitpark Plohn gelangen

Geredet wird über den Weg für Fußgänger und Radler schon lange. 2019 soll es losgehen. Drei Hürden muss das Projekt aber noch nehmen.

Plohn.

Darauf wird in Lengenfeld und Plohn schon lange gewartet. Nächstes Jahr soll es endlich soweit sein: Zwischen dem Plohner Kreisverkehr und dem Freizeitpark rollen die Bagger an, damit dort ein Radwanderweg entstehen kann. Der Landkreis treibt derzeit die Vorbereitungen für dieses Projekt voran.

Planungen dazu gibt es bereits seit einiger Zeit. Jetzt ist vorgesehen, einen 800 Meter langen und 2,50 Meter breiten Asphaltweg parallel zur Kreisstraße anzulegen. Dieser Weg würde auch dem Freizeitpark Plohn nutzen. Erstmals könnten Besucher zu Fuß oder per Rad gefahrlos die Strecke zwischen Lengenfeld und Plohn in Angriff nehmen.

Losgehen soll es im nächsten Jahr. Ganz in trockenen Tüchern ist das Projekt freilich noch nicht. Drei Hürden gibt es. Erstens müssen die Eigentümer bereit sein, ihre Flächen zu verkaufen. Zweitens braucht der Landkreis Fördermittel. Und drittens muss er die Eigenmittel aufbringen. Immerhin bewegen sich die Kosten laut Auskunft von Jochen Bittner, Sachgebietsleiter für Kreisstraßenbau im Landratsamt, bei 400.000 Euro. 360.000 Euro hofft der Kreis an Fördermitteln über ein kommunales Straßen- und Brückenbauprogramm zu erhalten. In der Radwegekonzeption des Landkreises existiert der geplante Weg bereits seit 2014. Dort ist eine Umsetzung bis 2019 angekündigt. Es wäre also eine Punktlandung.

Laut Auskunft von Dietmar Rentzsch, dem Amtsleiter für Straßenunterhalt und Instandsetzung im Landratsamt, laufen derzeit die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern zum Kauf der benötigten Flächen und die Vorbereitungen für die Beantragung der Bauerlaubnis. Den Fördermittelantrag will die Landkreisbehörde noch in diesem Jahr einreichen.

Der geplante Radweg kam bereits im Jahr 2006 erstmals ins Gespräch. Der Ortschaftsrat forderte eine Anbindung für Fußgänger vom Gewerbegebiet nach Plohn. Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) erklärte später, sich für eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen der ÖPNV-Schnittstelle am Bahnhof und dem Freizeitpark einsetzen zu wollen.

Vor zwei Jahren unternahm dann wieder der Ortschaftsrat einen Vorstoß. Aus seiner Sicht ist die jetzige Verbindung für die Nutzer kreuzgefährlich. Fußgänger müssen ab dem Kreisel den etwa ein Kilometer langen Weg nach Plohn auf der Fahrbahn laufen. Häufig seien Familien mit Kindern dort unterwegs. Schreiben mit der Forderung nach einem Radwanderweg erreichten das Landratsamt in den zurückliegenden Jahren mehrfach. Einer der bekanntesten Absender: Lutz Müller, Geschäftsführer des Freizeitparkes. Stett'ger Tropfen hat den Stein nun offenbar gehöhlt.

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